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Aktuell Europa

Gewalt gegen Ausländer in Athen

Im krisengeschüttelten Griechenland gewinnen rechtsextreme Gruppen wie die "Goldene Morgenröte" an Einfluss. Nun ist in Athen ein Ausländer auf offener Straße getötet worden.

Ein irakischer Einwanderer ist am Sonntag im Zentrum der griechischen Hauptstadt Athen auf offener Straße angegriffen und tödlich verletzt worden. Der Mann wurde laut Polizei mit einem scharfen Gegenstand attackiert. Einige Stunden nach der Einlieferung in ein Krankenhaus sei er dann seinen schweren Verletzungen erlegen. Nach fünf Verdächtigen werde gefahndet, teilte die Polizei mit.

Weitere Übergriffe

Die Zahl der fremdenfeindlichen Übergriffe hat in Griechenland in letzter Zeit drastisch zugenommen. Am Sonntag wurden in Athen laut Polizei auch ein Rumäne und ein Marokkaner angegriffen. Beide hätten jedoch entkommen können. Der Minister für öffentliche Ordnung, Nikos Dendias, kündigte an, der Staat werde "schonungslos gegen alle Straftäter" vorgehen. Er sprach den Angehörigen des Opfers sein Beileid aus.

Mit der Schuldenkrise haben in Griechenland rechtsextreme Parteien starken Zulauf bekommen. Die rechtsextreme Partei "Goldene Morgenröte" kam bei der Parlamentswahl auf fast sieben Prozent der Stimmen. Sie macht offen Stimmung gegen Ausländer und wirbt etwa mit Essensausgaben für Bedürftige um neue Anhänger.

det/hp (dapd, dpa)