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Top-Thema – Podcast

Geteiltes Auto, geteilte Kosten

Verstopfte Straßen, hohe Kosten und lange Parkplatzsuche: Immer mehr junge Menschen verzichten auf ein eigenes Auto. Doch für alle, die sich nur ab und zu ins Auto setzen wollen, gibt es eine Lösung: Carsharing.

Konstantin Dodoras steht vor der Carsharing-Station in Köln. Vorab hat er seine Fahrt im Internet angemeldet. Er hat angegeben, zu welcher Uhrzeit, an welcher Carsharing-Station und mit welchem Auto er seine Fahrt beginnen möchte. Heute hat er sich für einen hellblauen Kleinwagen entschieden.

Nicht nur Konstantin nutzt Carsharing. Vor allem in Großstädten macht sich der Trend bemerkbar, lieber sein Auto zu teilen, als eines zu kaufen. In 250 Städten und Gemeinden in Deutschland wird Carsharing angeboten. Über 16.000 Autofahrer haben sich bereits registriert. Der Markt hat Potenzial – etwa 40 Prozent der deutschen Haushalte in großen Städten haben kein eigenes Fahrzeug mehr.

Konstantin hat sich beim Carsharing angemeldet, da er sich als Student kein eigenes Fahrzeug leisten kann. Auch eine Versicherung ist ihm zu teuer. Beim Carsharing liegt die monatliche Grundgebühr zwischen 3 Euro und 25 Euro – je nachdem, wie oft man fährt. Hinzu kommen die Kosten für das gewählte Fahrzeug und die gefahrenen Kilometer. Nachts ist das Fahren sogar umsonst. Dabei bleibt man stets flexibel – verschiedene Fahrzeugtypen lassen sich vorher buchen.

Konstantin sieht den Verzicht aufs eigene Auto praktisch. Mit dem Fahrrad und der Bahn kommt man am besten durch eine Großstadt, meint er. Da lohnt sich der Kauf eines eigenen Autos nicht. Auch als Statussymbol taugt der eigene Wagen nicht mehr, meint Konstantin – seine Generation bevorzugt eher Macbooks.

Glossar

verstopft – hier: so, dass eine Straße sehr voll ist

auf etwas verzichten – etwas nicht benutzen, obwohl es erreichbar wäre

ab und zu – manchmal

Carsharing, das (aus dem Englischen) – die gemeinsame Nutzung eines oder mehrerer Autos

Kleinwagen, der – ein kleines Auto

etwas macht sich bemerkbar – etwas fällt auf; etwas wird häufiger

Trend, der – die Mode; die Entwicklung hin zu etwas

sich registrieren – sich anmelden

etwas hat Potenzial – etwas hat noch mehr Möglichkeiten

Fahrzeug, das – ein Gerät, mit dem man fahren kann; gemeint ist hier: das Auto

sich etwas leisten können – etwas bezahlen können

Versicherung, die – hier: der finanzielle Schutz eines Autos

Grundgebühr, die – eine bestimmte Summe Geld, die jeden Monat gezahlt wird

je nachdem – es kommt darauf an

flexibel – so, dass man etwas schnell und einfach ändern kann

Fahrzeugtyp, der – die Art des Autos (z.B. Kleinwagen, Transporter etc.)

etwas buchen – hier: etwas mieten; etwas reservieren

etwas lohnt sich – etwas ist zu etwas gut

Statussymbol, das – etwas, das zeigt, was man hat

Macbook, das (aus dem Englischen) – ein Laptop

Fragen zum Text

1. Carsharing wird bereits

a) in 250 deutschen Städten angeboten.

b) in 16 Ländern betrieben.

c) seit 20 Jahren genutzt.

2. Carsharing nutzen vor allem Menschen, …

a) die keine Versicherung haben.

b) die ein Auto als Statussymbol brauchen.

c) die sich kein eigenes Auto leisten können.

3. Nachts …

a) darf man beim Carsharing umsonst fahren.

b) ist Carsharing teurer als tagsüber.

c) ist die Bahn schneller als das Auto.

4. Wem ein Auto zu teuer ist, der muss …

a) flexibel sein.

b) sich registrieren.

c) darauf verzichten.

5. Für jemanden, der besonders stolz auf sein Auto ist, ist das Auto ein …

a) Fahrzeugtyp.

b) großes Potenzial.

c) Statussymbol.

Arbeitsauftrag

Was halten Sie von Carsharing? Sammeln Sie Argumente, die dafür und dagegen sprechen. Schreiben Sie einen kurzen Text, in dem Sie Ihre Ergebnisse präsentieren.

Autor: Arne Lichtenberg/Lukas Völkel

Redaktion: Raphaela Häuser

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