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Aktuell Europa

Gesuchter Paris-Attentäter Abdeslam gefasst

Europas meistgesuchter mutmaßlicher Terrorist - einer der Hauptverdächtigen der Pariser Anschläge vom November, Salah Abdeslam, - ist festgenommen. Zuvor gab es einen Anti-Terroreinsatz im Brüsseler Viertel Molenbeek.

Polizei-Einsatz in Molenbeek (Foto: rtr)

Polizei-Einsatz in Molenbeek

Drei Tage nach der Schießerei mit Terrorverdächtigen startete die belgische Polizei einen neuen Großeinsatz: dieses Mal im Problemviertel Molenbeek. Dabei stellte sie nach Angaben des Justizministeriums den Islamisten Salah Abdeslam. Er wurde laut Polizei bei einem Schusswechsel mit Sicherheitskräften am Bein verletzt.

Insgesamt fünf Verdächtige gefasst

Kurz darauf begannen weitere Anti-Terror-Einsätze der Polizei. Vier weitere Verdächtige wurden festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Regierungschef Charles Michel sprach am Freitagabend in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande von einem erfolgreichen Tag im Kampf gegen den Terrorismus. Hollande erklärte, Frankreich erwarte die Auslieferung Abdeslams so schnell wie möglich. Er bezeichnete das Bedrohungspotenzial durch mutmaßliche Terroristen sowohl in seinem Land als auch in Belgien als nach wie vor sehr hoch.

Abdeslam Salah (Foto: dpa)

Abdeslam Salah wurde bei dem Polizeieinsatz am Bein verletzt

Fingerabdrücke entdeckt

Am Dienstag waren bei einem Polizeieinsatz im Brüsseler Vorort Forest im Zusammenhang mit den Pariser Attentaten ein Mann getötet und vier Beamte verletzt worden. In der Wohnung der Verdächtigen wurden Fingerabdrücke von Abdeslam auf einem Glas sichergestellt, wie die Polizei an diesem Freitag vor der neuen Razzia bekannt gab.

Der 26-jährige Abdeslam ist in Molenbeek aufgewachsen und hat einen französischen Pass. Er soll diejenigen Paris-Attentäter, die sich vor dem Stade de France in die Luft sprengten, mit einem Auto zu dem Stadion gefahren haben. Er ist zugleich Bruder eines der Selbstmordattentäter, die bei der Anschlagsserie einen Sprengstoffgürtel zündeten.

Nach dem verheerendsten Terroranschlag in der Geschichte Frankreichs floh Abdeslam mit Komplizen nach Belgien. 130 Menschen wurden bei der Terrorserie, zu der sich der sogenannte "Islamische Staat" bekannte, getötet.

se/wl (afp, ap, dpa, rtr)

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