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Aktuell Kultur

Gestohlene Bilder von Gauguin und Bonnard in Italien sichergestellt

Sie kosten Millionen und hingen in der Küche eines Arbeiters: Jahrzehnte nach dem Diebstahl zweier Gemälde von Paul Gauguin und Pierre Bonnard sind die Werke nun in Italien aufgetaucht.

Eine Spezialeinheit der Carabinieri hatten die Bilder der beiden Post-Impressionisten aufgespürt. Sie waren im Juni 1970 in London geraubt worden. Ihr Wert wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt.

Italiens Kunstminister Dario Franceschini präsentierte die Bilder "Fruits sur une table ou nature au petit chien" ("Früchte auf Tisch") von Gauguin sowie "La femme aux deux fauteuils" ("Die Frau mit den zwei Sesseln") von Bonnard auf einer Pressekonferenz.

Verkauf auf einer Fundsachen-Auktion

Nach dem Diebstahl waren die Bilder in einem Zug zwischen Paris und Turin zurückgelassen worden. Bei einer Fundsachen-Auktion der Bahn gingen sie an einen kunstbegeisterten Fiat-Arbeiter, der die Gemälde an die Wand seiner Küche hängte. Dort blieben sie 40 Jahre, bis sie kürzlich entdeckt wurden.

Italien verfügt über eine weltweit renommierte Task Force zum Aufspüren

gestohlener Kunstwerke.

Nach Angaben ihres Leiters Mariano Mossa liegen die Umsätze des illegalen Kunstwerkes weltweit an vierter Stelle nach dem Waffen- und Drogenhandel sowie dem Handel mit Finanzprodukten. Die italienische Task Force verfügt mit rund 5,7 Millionen aufgelisteten Objekten über die größte Datenbank der Welt für gestohlene Kunst.

mm/se (dpa, afp)

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