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Aktuell Asien

Gespräche zwischen Koreanern ohne Fortschritte

Die Hoffnungen auf eine Annäherung sind verflogen: Nord- und Südkorea haben Gespräche über eine Verbesserung ihrer Beziehungen ohne sichtbare Einigung beendet. Ein Thema waren regelmäßig Familienbegegnungen.

Es sei auch kein Termin für eine Fortsetzung der Gespräche zustande gekommen, sagte Südkoreas Vize-Vereinigungsminister Hwang Boo Gi am Samstag vor Journalisten nach dem zweitägigen Treffen in der nordkoreanischen Stadt Kaesong. Seine Seite habe auf eine Lösung für getrennte Familien aus beiden Ländern gedrungen. Es sei jedoch dabei keine Einigung erzielt worden. Die Gespräche waren Teil eines bilateren Abkommens vom August. Damals hatten beide Länder nach neuen Spannungen auch vereinbart, dass der Dialog fortgesetzt werden sollte.

Am Samstag waren die Unterhändler kamen - wie zum Auftakt am Freitag - erneut im gemeinsam betriebenen Industriepark in der grenznahen nordkoreanischen Stadt Kaesong zusammengekommen, wie südkoreanische Sender berichteten. Beide Seiten wollten ausloten, wie die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen beiden Ländern vertieft werden können.

Hoffnung auf Familientreffen

Einzelheiten zum ersten Tag der Verhandlungen waren zunächst nicht bekanntgeworden. Südkorea hatte die Hoffnung signalisiert, dass sich beide Seiten unter anderem auf regelmäßige Begegnungen zwischen Familien einigen können, die durch den Korea-Krieg (1950-53) auseinandergerissen wurden. Südkorea wurde von Vize-Vereinigungsminister Hwang Boo Gi vertreten, die nordkoreanische Seite von Jon Jong Su, einem hochrangigen Vertreter des "Komitees für die Friedliche Wiedervereinigung Koreas".

Mit den Gesprächen wurde ein Punkt des bilateralen Abkommens vom August umgesetzt. Nach neuen Spannungen hatten Spitzenvertreter beider Länder damals auch vereinbart, dass der Dialog fortgesetzt werden sollte. Als Teil des Abkommens fanden außerdem im Oktober neue kurzfristige Familientreffen statt.

Im Sommer hatten sich die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel nach einem Zwischenfall an der Grenze verschärft. Südkoreas Militär hatte als Vergeltung für die Verletzung eigener Soldaten durch mutmaßlich nordkoreanische Landminen seine Beschallungsaktion über die Grenze mit Propaganda wieder aufgenommen. Die Beschallung wurde wieder abgestellt, nachdem Nordkorea sein Bedauern über den Zwischenfall geäußert hatte.

sti/se/kle (dpa, afp, ape)