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Geschichte und Zukunft

Der Jahrestag des Herero-Aufstands und die geplante Einführung von Gen-Food waren in der vergangenen Woche bei DW-WORLD-Usern die besonders "heißen" Themen.

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Jahrestag des Herero-Aufstandes

Auf keinen Fall sollten die Herero für ihre Verluste entschädigt werden. Deutschland hat kein Geld für seine Rentner und seine Kinder und soll nun Geld für Herero's bezahlen. Die deutsche Regierung spinnt wohl? Wer bezahlt Entschädigung für die getöteten Siedler? Zahlt vielleicht England für die toten Burenfrauen und Kinder, die im KZ in Südafrika starben? Zahlt England und die USA für die Toten der Bombennacht in Dresden? Wir Deutschen sollten aufhören, immer einen "Chip on the shoulder" zu haben! Krieg ist Krieg, Geschichte ist Geschichte und vorbei ist vorbei!

Fritz Dittmann

Unter seriösen Historikern besteht kein Zweifel, dass der Herero-Aufstand durch die Engländer organisiert und unterstützt wurde. So wurden bei den gefallenen Hereros fast ausschließlich englische Waffen gefunden. Das ganze hatte eine politische Dimension, die von Ihnen ausgelassen wird. Das arme und hilflose schwarze Naturvolk, dass von den bösen Deutschen so kaltblütig abgeschlachtet wurde. Die Hereros wurden von den Engländer in ihr blutiges Machtspiel hineingezogen, nach dem selben Muster, wie so oft in den letzten Jahrhunderten. Auch diese "Wiedergutmachungsdiskussion" dient doch wieder ganz anderen Zielen. Stellen Sie sich diese Diskussion mal für andere Länder vor, absolut lächerlich. Das ist doch nur was für die halbgebildeten Gutmenschen und Realisten, die all das "wissen", was sie wissen sollen. Vielleicht sollte sich die DW-Redaktion mal darüber in klaren werden, für wen sie eigendlich Verantwortung trätgt.

Markus Bockelmann

Meiner Meinung nach ist eine Entschädigung aus moralischen Gründen notwendig. Das Problem ist, dass sich eine Zahlung nur in Form einer Stiftung, die spezielle Projekte im Hoheitsbereich dieser Volksgruppe mittel- und zweckgebunden fördert, überhaupt darstellen ließe. Da diese Volksgruppe jedoch die Opposition im Lande stellt, könnte die jetzige Regierung dies als Einmischung in innere Angelegenheiten des Landes aufnehmen. Wenn die Leistungen also auf diesem indirektem Wege erfolgen, hat man eventuell eine Chance, daß die Förderung den Hereros zugute kommt, ohne daß die zuständige Regierung ihr Gesicht gegenüber der Öffentlichkeit verliert und sich damit Widerstand regt.

Oliver von Gienanth

Genmanipulierte Nahrungsmittel

Dieses ganze Geschwätz, diese vorgeschobenen "Argumente" von wegen den Hunger in der Welt besiegen, ist reine Verarschung. Wer immer noch meint, es hätte jemals in der Wirtschaft ein Motiv dieser Art gegeben anstatt Geldmacherei, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Monika Benzin

Bisher hat mir noch kein Mensch verraten können, warum wir gentechnisch verändertes Essen brauchen. Vielleicht weil es ein besonderer Kick ist, Tomaten mit Birnengeschmack zu essen? Nein danke! Der wahre Grund ist doch, dass die großen Gentech-Konzerne noch mehr Profit machen wollen - auf Kosten der ganzen Menschheit. Das Wohlergehen von ein paar wenigen Konzernen liegt mir aber kaum am Herzen, wenn ich das Schicksal des Planeten im Auge habe.

Christina Walter

Anhand des großen Rechtsstreits in Kanada, wo Bauern von Monsanto angeklagt wurden, nachdem ihre Felder von GM verseucht wurde, muß die Haftung für die Verseuchung klar und deutlich bei der anpflanzende (verseuchende) Bauer liegen, mit Haftung auf für Schadensersatz.

Helmut Neujahr

Die Gentechnik bedeutet das Ende der konventionellen Landwirtschaft, sprich der kleinbäuerlichen Betriebe, die unsere Kulturlandschaft und deren Artenvielfalt geschaffen haben. Sie bedeutet weiterhin das Ende des Biolandbaus, da die Verunreinigung mit Pollen nicht verhindert werden kann und sie bedeutet eine endgültige Versklavung der übrigbleibenden Landwirte, die in Zukunft für teures Geld gentechnisch verändertes Saatgut kaufen müssen.

Wolfgang Kaiser

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  • Datum 16.01.2004
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