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Sport

Geschafft: Deutschland richtet 2011 die Fußball-WM der Frauen aus

Ein neues Sommermärchen kann kommen: Deutschland ist 2011 Gastgeber der Frauen-WM. Brasilien ist Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer 2014.

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Jubel: Der Weltmeister wird Gastgeber

Erst den WM-Titel verteidigt, dann die nächste Endrunde im Jahr 2011 ins eigene Land geholt - der Deutsche Fußball-Bund (DFB) darf den zurückliegenden Monat getrost als den erfolgreichsten in der 25-jährigen Geschichte seiner Frauenabteilung bezeichnen. "Ausrichter ist Deutschland", verkündete FIFA-Präsident Joseph Blatter um kurz vor 15.15 Uhr (30.10.2007) in Zürich.

Die deutsche Delegation um DFB-Präsident Theo Zwanziger brach

sofort in großen Jubel aus. "Das ist eine ganz große Ehre für uns.

Wir sind sehr stolz und dankbar für diese Auszeichnung", sagte Zwanziger strahlend. "Das ganze Land, die Menschen und der DFB freuen sich auf diese Aufgabe."

"Wir werden sie nicht enttäuschen"

"Jetzt wird Frauenfußball bis 2011 ständig ein Thema sein", jubelte Nationaltorhüterin Nadine Angerer. "Eine WM ist ja nicht nur ein Vier-Wochen-Event. Vielmehr werden wir viele zusätzliche Gelegenheiten haben, für unseren Sport zu werben." "Wir werden die Leute nicht enttäuschen", sagte ihre Nationalmannschaftskollegin Fatmire Bajramaj. "Wie immer seid ihr zu Gast bei Freunden."

Fußball Vergabe der Frauenfußball WM 2011 Deutschland

DFB-Chef Zwanziger mit Birgit Prinz

Als Spielorte der WM, deren genauer Termin noch nicht feststeht, hat der DFB zwölf Städte präsentiert. Dabei ist für das Eröffnungsspiel an Berlin, für das Finale an Frankfurt/Main gedacht. Außerdem soll in Augsburg, Bielefeld, Bochum, Dresden, Essen, Leverkusen, Magdeburg, Mönchengladbach, Sinsheim und Wolfsburg gespielt werden, falls die FIFA die Teilnehmerzahl auf 24 Mannschaften erhöht. Sollte es bei 16 Endrunden-Teilnehmern bleiben, werden voraussichtlich einige Orte gestrichen.

Vor der Abstimmung hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit der gelungenen 15-minütigen Präsentation seiner Bewerbung bei den 21 stimmberechtigten Mitgliedern der FIFA-Exekutive noch einmal Punkte gesammelt. "Ich habe nach der tollen Präsentation hoffnungsvolle Gefühle", zeigte sich DFB-Präsident Theo Zwanziger zuversichtlich. "Die Präsentation war begeisternd, kraftvoll und hoch professionell", schwärmte Familienministerin Ursula von der Leyen als Vertreterin der Bundesregierung. Die filmischen Porträts der anwesenden Weltmeisterinnen Birgit Prinz und Fatmire Bajramaj sowie Bilder von der WM 2006 und dem Titelgewinn der Frauen in China weckten große Emotionen. Zum Schluss lud Bundeskanzlerin Angela Merkel per Videobotschaft ein Jahr nach dem Sommermärchen der Männer-WM 2006 die Welt "zu einem weiteren Fußballfest" ein.

Brasilien empfängt die Männer

Rekordchampion Brasilien erhielt am Dienstag in Zürich den Zuschlag zur Ausrichtung der übernächsten WM 2014. Die Südamerikaner waren wegen des bislang gültigen Rotationsprinzips einziger Bewerber. Zuletzt hatte im Jahr 1950 eine Fußball-WM im Land des fünffachen Weltmeisters stattgefunden. In Südamerika war Argentinien 1978 letzter Gastgeber gewesen. Die Titelkämpfe 2010 werden in Südafrika ausgetragen.

In einer halbstündigen Show hatten die Brasilianer ihre Bewerbung am Dienstagmorgen in der FIFA-Zentrale vorgestellt und sich dabei als große Fußball-Nation - aber vor allem auch als Land mit großen Entwicklungschancen präsentiert. Durch den Zuschlag werde das fünftgrößte Land der Erde einen wirtschaftlichen und sozialen Aufstieg erleben. Neben einstigen Fußball-Größen wie Romario und Nationalcoach Dunga warb auch Schriftsteller Paulo Coelho für seine Heimat. Staatschef Luiz Lula da Silva saß im Auditorium in Zürich.

In Brasilien löste die Entscheidung großen Jubel aus. Dennoch bleiben auch nach dem Zuschlag Zweifel an der Fähigkeit des Landes, die nach den Olympischen Spielen zweitgrößte Sportveranstaltung der Welt ausrichten zu können. Neben dem Neu- und Umbau von 18 Stadien werden in den kommenden Jahren die Themen Sicherheit und Transport die WM-Organisatoren und die FIFA beschäftigen. (sams)