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Lehrerverbände weltweit

Germanisten- und Deutschlehrerverband Taiwan (GDVT)

Der Germanisten- und Deutschlehrerverband Taiwans legt großen Wert auf die Zusammenarbeit mit den Verbänden seiner Nachbarländer. Diese lädt der GDVT dann auch jedes Jahr zu seiner Deutschlehrertagung ein.

Chang Shoou-Huey möchte etwas zurückgeben. Deswegen engagiert sie sich schon seit sechs Jahren im Germanisten- und Deutschlehrerverband Taiwans. Hauptberuflich unterrichtet sie an einer Fremdsprachenuniversität Germanistik und Deutsch als Fremdsprache. Ihre Promotion in Germanistik hat sie in Trier gemacht, wo sie sieben Jahre lebte.

Deutsche Welle: Frau Shoou-Huey, Sie haben ja lange Zeit in Trier gelebt, was vermissen Sie am meisten an Deutschland?

Chang Shoou-Huey: Die Kälte. Bei uns ist es manchmal viel zu warm.

Da werden sich aber viele Deutsche wundern, die sehnen sich ja eher nach Wärme. Gefällt es Ihnen zu frieren?

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Hören Sie rein: Chang Shoou-Huey erzählt, warum sie Deutsch lehrt

In Taiwan ist es einfach zu warm, und ich brauche die Kälte, um das auszugleichen. Deswegen fahre ich jeden Sommer nach Deutschland, um dort meine Forschungsreisen zu machen.

Sie sind ja schon lange aktiv im Vorstand, warum ist Ihnen die Arbeit für den GDVT so wichtig?

Es ist eine Arbeit, die ich gerne mache. Wenn man Deutsch gelernt hat und Germanistik studiert hat, dann fühlt man sich irgendwie verpflichtet, so eine Arbeit zu übernehmen. Ich wurde ja zur Präsidentin gewählt. Und mit dieser Arbeit kann ich miterleben, wie sich die Germanistik hier entwickelt.

Und wo liegen die Schwerpunkte in Ihrer Verbandsarbeit?

Wir organisieren jedes Jahr eine Deutschlehrertagung in Taiwan. Hier gibt es insgesamt sechs Universitäten mit einer Abteilung für Deutsch. Alle zwei Jahre findet ein Symposium statt. Bei den Tagungen tauschen wir uns über die Erfahrungen beim Deutschlehren aus. Und bei dem Symposium wird eher über Germanistik gesprochen. Das dauert stets ein bis zwei Tage. Zu der Tagung laden wir dann stets Gäste aus Deutschland, China, Japan oder Korea ein.

Ist der Austausch mit anderen Ländern sehr wichtig für Sie als Verband?

Unbedingt. Taiwan ist eine Insel. Deswegen ist es sehr wichtig, den Austausch mit anderen Ländern zu pflegen. Wir haben sehr gute Kontakte zu den Verbänden in Japan, Korea, Singapur und China.

Und treffen Sie sich im Verband ab und zu auch mal in lockerer Atmosphäre?

Ja, mit der Unterstützung vom DAAD oder vom Goethe-Institut organisieren wir immer wieder verschiedene kulturelle Veranstaltungen. Beispielsweise machen wir Filmvorführungen oder stellen Bilder aus.

Zuletzt würde ich gerne noch konkret etwas über Ihren Deutschunterricht erfahren, nutzen Sie für diesen auch die Angebote der Deutschen Welle?

Ja, sehr häufig. Sogar auf unserer Homepage zeigen wir diese Dinge. Besonders gefallen mir die aktuellen Nachrichten oder die Kulturangebote. Taiwan ist zwar sehr unscheinbar, aber die Lehrer sind hier sehr fleißig. Und die Deutschlehrenden müssen auch die Zertifikatsprüfungen vom Goethe-Institut belegen. Da kann man gut mit der Deutschen Welle Deutsch lernen.


Die wichtigsten Infos in Kürze:
Der Germanisten- und Deutschlehrerverband Taiwan (GDVT) besteht seit 1992 und hat rund 70 Mitglieder. Der Verband kümmert sich sowohl um die Germanisten als auch um die Deutschlehrer Taiwans.

Vorstandsgremium: 
• Hwei-Ann Liu (Vorsitzende)
• Monika Leipelt-Tsa (Stellvertretende Vorsitzende)
• Hui-Chun Cheng (Schatzmeister)
• Ingo Tamm (Beauftragter für Internationales)
• Li-Fen Ke (Beauftragte für die GDVT-Webseite)
• Hsin-Yi Lin
• Yu-Hsien Lin
• Ursula Grütter


IDV-Kontaktperson: Ingo Tamm; ingotamm [at] gmx.de

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