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German Pop

German Pop 28: Tim Bendzko

Welcher Sänger kann schon von sich behaupten, gleich mit der ersten Single eine neue Redewendung erfunden zu haben? Tim Bendzkos Refrain "Nur noch kurz die Welt retten“ ist längst zum geflügelten Wort geworden.

Tim Bendzko wundert sich zwar noch manchmal, dass so viele Menschen zu seinen Konzerten kommen, aber er genießt den Erfolg sichtlich. Seit über zehn Jahren macht er Musik, doch das hat lange Zeit niemanden besonders interessiert. Dann kam im Sommer 2011 der Song mit der Zeile "nur noch kurz die Welt retten", und Bendzko war in aller Munde.Das Lied mit den 148 Mails, die noch zu checken sind, bevor man endlich zum Wesentlichen kommt, wurde zum Sommerhit und Bendzko ein Star. Langer Atem zahlt sich eben aus.

In seiner Band ist das gute alte musikalische Handwerk hörbar. Eine groovende Rhythmusgruppe, ein Piano, satte Orgeltöne und hier und da ein gezielt eingesetztes Gitarrensolo plus Cello und Akkordeon sorgen für klangfarbliche Tupfer. Alles ist handgemacht, ursprünglich und geradeaus. Der lange Weg zum Ruhm wird auf seinem ersten Album mit dem Titel "Wenn Worte meine Sprache wären" eindrücklich dokumentiert. Die Platte bezeichnet er schmunzelnd als "Best of". Immerhin sind einige Songs darauf schon zwischen sieben und zehn Jahre alt und haben sich seit dem ersten Auftritt im Live-Repertoire gehalten.

Tim Bendzko hat inzwischen so ziemlich alle deutschen Preise gewonnen, vom Bambi über den Echo bis zur 1live-Krone. Beim MTV Music Award war er bester deutscher Künstler. Er hat schon mit der WDR Big Band gesungen und absolviert derzeit Gastauftritte bei Peter Maffays Tabaluga-Abschiedstournee. Das zweite Album soll im Frühjahr 2013 fertig sein. Man darf gespannt sein, ob wieder eine neue deutsche Redewendung von der Qualität des "nur noch kurz die Welt retten" dabei abfällt.

In Folge 28 unseres Podcasts präsentieren wir Konzertaufnahmen mit Tim Bendzko vom c/o Pop Festival 2012 in Köln.

Autor/ Realisation: Suzanne Cords
Redaktion: Matthias Klaus

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