1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

German Pop

German Pop 18: Defne Şahin

"Leben einzeln und frei wie ein Baum und brüderlich wie ein Wald. Das ist unsere Sehnsucht." Diese Worte von Nazım Hikmet begleiten Defne Şahin seit ihrer Kindheit und inspirierten sie zu ihrem Plattendebüt.

Darauf versammelt sie Neuvertonungen von Gedichten und Texten ihres großen Quasi-Landsmanns. "Quasi", weil die Jazzsängerin nicht in der Türkei, dem Land ihrer Eltern, das Licht der Welt erblickte, sondern in Deutschland, genauer: in Berlin. Und auch Hikmet selbst, in Thessaloniki geboren, damals noch Teil des Osmanischen Reiches, verbrachte die meiste Zeit seines nicht allzu langen Lebens weitab der Türkei; viele Jahre, auch seine letzten, weilte er in Moskau. Genau diese weltoffene Haltung, die nie die Heimat aus dem Blick und aus dem Herzen verliert, eint die beiden: den 1963 verstorbenen künstlerischen und menschlichen Freigeist und die 27-jährige Musikerin, die es auch von Kindheit an in die weite Welt zieht.

Defne Sahin(Foto: Deutsche Media Productions 2011)

Defne Şahin liebt Poesie

Defne Şahins Freiheitsliebe musste sie wohl irgendwann zum Jazz führen, bei dem ihr vor allem das Suchen nach der eigenen Sprache, dem eigenen Sound und dem improvisatorischen Raum gefällt. Möglichkeiten, die aus ihrer Sicht wiederum wunderbar zu Hikmets weiten Gedankenwelten passen.

In Barcelona, nah dem Meer, das auch in Hikmets poetischer Welt eine wichtige Rolle spielt, komponierte die junge Studentin die meisten der nun fertig vorliegenden Songs. Und die erleben demnächst eine ganz besondere Feuertaufe: beim Abschlusskonzert des PopCamps, für das Defne Şahin mit ihrem Trio -drei jungen Kommilitonen am Bass, an Klavier, Rhodes und am Schlagzeug - gemeinsam mit vier weiteren Bands auserkoren wurde.

Autorin/ Realisation: Katrin Wilke
Redaktion: Suzanne Cords

Logo vom PopCamp

WWW-Links