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Wirtschaft

Gericht ordnet Aussetzung von Gas-Natural-Offerte für Endesa an

Im Übernahmekampf um den spanischen Stromversorger Endesa hat ein Madrider Gericht angeordnet, das Angebot des E.ON-Konkurrenten Gas Natural bis auf weiteres auszusetzen. Die Handelsrichterin Miriam Iglesias gab mit der am Dienstag verkündeten Entscheidung einem Einspruch des Endesa-Konzerns statt, der das Übernahmeangebot von Gas Natural als "feindlich" eingestuft hatte. Danach wird die Aussetzung allerdings nur wirksam, wenn Endesa innerhalb von zehn Tagen eine Sicherheit von einer Milliarde Euro beibringt. Die Entscheidung der Richterin bedeutet nicht, dass die Offerte von Gas Natural damit definitiv abgelehnt wird. Es soll lediglich verhindert werden, dass eine Übernahme unumkehrbar wird, noch bevor die Gerichte über die verschiedenen Einsprüche entschieden haben. Die Entscheidung kann zudem vor der übergeordneten Instanz angefochten werden. Gas Natural hatte 22,5 Milliarden Euro für eine Übernahme von Endesa geboten. Der Düsseldorfer E.ON-Konzern offerierte 29,1 Milliarden Euro. Die spanische Regierung favorisiert das - niedrigere - Gas-Natural-Angebot, damit der größte Stromversorger des Landes in spanischer Hand bleibt. Allerdings bekam E.ON Schützenhilfe von der EU-Kommission. Die Brüsseler Behörde will gegen die spanische Regierung wegen deren Blockadepolitik vorgehen und erwägt die Einleitung eines Verfahrens gegen Madrid.

  • Datum 21.03.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/88ni
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