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Ostmitteleuropa

Gericht lehnt Auslieferung Solichs aus Tschechien nach Usbekistan ab

– Führer der usbekischen Exil-Opposition darf zurück nach Norwegen

Prag, 15.12.2001, RADIO PRAG, deutsch

Ein Prager Gericht hat am Freitag entschieden, den Anfang Dezember in Prag festgenommenen Bürgerrechtler Muhammed Solich nicht an sein Heimatland Usbekistan auszuliefern. Da ihm dort die Todesstrafe drohe, sei Solich aus der Haft zu entlassen und könne in sein Asylland Norwegen zurückkehren. Solich war auf Einladung des Radiosenders "Radio Free Europe" nach Tschechien gekommen und auf Grund eines Interpol-Haftbefehls festgenommen worden. Usbekistan hatte den Regimegegner im vergangenen Jahr wegen angeblicher Beteiligung an einem Attentat in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft verurteilt. Juristen in Prag bezweifeln allerdings die Objektivität des Verfahrens. Solich selbst sagte nach dem Gerichtsentscheid wörtlich: "Heute hat sich Gerechtigkeit vollzogen und ich stehe hier vor Ihnen als freier Mensch." Er fügte hinzu, dass er in Kürze nach Norwegen zurückkehren werde. (ykk)

  • Datum 17.12.2001
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1V2k
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