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Kunst

Geraubte van Gogh-Bilder zurück

Ein seltener Glücksfall: Zwei wertvolle Gemälde des Malers Vincent van Gogh, die 2002 aus einem Amsterdamer Museum gestohlen wurden, sind wieder da. Leicht beschädigt wurden sie heute der Öffentlichkeit präsentiert.

Dem Direktor des betroffenen Van Gogh-Museums in Amsterdam, Axel Rüger (Bildmitte), war die große Erleichterung über die Rückkehr der Bilder anzumerken: "Sie sind wieder da! Ich hätte nie gedacht, dass ich das noch einmal sagen könnte", ließ er die Journalisten auf einer Pressekonferenz wissen.

Die beiden kostbaren Frühwerke des niederländischen Malers Vincent van Gogh, "Zeegezicht bij Scheveningen" (Meeressicht bei Scheveningen) aus dem Jahr 1882 und "Het uitgaan van de Hervormde Kerk te Nuenen" (Die Kirche von Nuenen mit Kirchgängern), gemalt in den Jahren 1884/1885, sind nach langer Odyssee in das Museum zurückgekehrt. 2002 waren sie aus einer Ausstellung gestohlen worden. "Der Diebstahl war einer der schwärzesten Tage in der Geschichte des Museum", erzählt Direktor Rüger. Beide Gemälde hätten einen unschätzbar hohen kunsthistorischen Wert. 14 Jahre lang galten sie als verschollen.

Van Gogh-Gemälde kehren nach Amsterdam zurück (dpa)

Gut bewacht wurden die Gemälde nach ihrer Rückkehr ins Museum präsentiert

Die Diebe wollten eigentlich die berühmteren Gemälde von van Gogh "Die Sonnenblumen" und "Die Kartoffelesser" stehlen, doch das eine Bild sei zu gut gesichert und das andere zu groß gewesen, berichtete einer der 2005 verurteilten Täter in einem TV-Interview. Sie hätten die anderen Gemälde dann einfach aus dem Rahmen herausgeschnitten. Wer der Auftraggeber für den Raub war, kam nie heraus.

Erst im September 2016 entdeckte die italienische Polizei das kostbare Diebesgut bei einem Mafiaboss der Camorra südlich von Neapel. Beide Gemälde weisen zum Glück nur leichte Schäden auf, stellte Museumsdirektor Rüger fest. Bis zum 14. Mai 2017 sind sie im Museum noch öffentlich für Besucher zu sehen, bevor sie zur Restaurierung in die Werkstätten des Museums wandern.

hm/bb (dpa/vangoghmuseum.nl)

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