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Wirtschaft

Gerüchte um Rücktritt von Telekom-Chef Sommer

Kursverluste bei den Technologiewerten haben die deutschen Aktienmärkte am Dienstag (9.7.) belastet. Zusätzlich gedämpft wurde die Stimmung durch negative Konjunkturprognosen.

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T-Aktie stärkster Wert

Der DAX verlor 1,6 Prozent auf 4370 Punkte. Am Neuen Markt gab der Nemax-50-Index ebenfalls 1,6 Prozent nach auf 570 Punkte.

Viel Wirbel um die Telekom

Für erheblichen Wirbel auf dem Parkett sorgten die Gerüchte um Telekom-Chef Ron Sommer, dessen Ablösung angeblich bevorstehen soll. Die T-Aktie reagierte mit einem Kursanstieg. Mit einem Aufschlag von fast sieben Prozent war das Papier Spitzenreiter im DAX.

Hinzu kommt, dass die Telekom den Verkauf von Teilen von T-Systems prüft, um den Schuldenberg von 67 Mrd. Euro abzubauen. Allerdings sei noch keine Entscheidung gefallen, teilte das Unternehmen mit. T-Systems verkauft Telekom-Leistungen an Großkunden. Die Meldung signalisiert nach Einschätzung von Händlern, dass es die Telekom mit dem Schuldenabbau ernst meint und nun sogar bereit ist, ihr Tafelsilber zu verkaufen.

Die schwer im DAX gewichteten High-Tech-Werte gaben allesamt nach. Siemens und SAP verloren jeweils rund fünf Prozent, Epcos und Infineon gaben jeweils zwei Prozent nach.

Aktien der Deutschen Post lagen die meiste Zeit über im Plus. Kurz vor Handelsschluß wurde jedoch ein Bericht bekannt, den den Süddetusche Zeitung in ihrer Mittwochsausgabe veröffentlichen wird. Demnach müsse die Post auf Druck der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post zum 1. Januar 2003 ihr Briefporto senken. Die entsprechende Entscheidung werde am Mittwoch bekannt gegeben, so die Süddeutsche Zeitung. Die Aktie der Post drehte prompt ins Minus und schloß mit einem Verlust von rund einem Prozent.

Babcock Borsig liegt vorn

Im MDAX setzten sich die Aktien des insolventen Maschinenbaukonzerns Babcock Borsig an die Spitze der Gewinner. Händler erklärten die Aufschläge mit einer technischen Gegenreaktion auf die starken Verluste des Vortages. Die Aktie legte rund elf Prozent zu und kostet jetzt 0,94 Euro.

Am Tag der Hauptversammlung gaben die Aktien des TV-Konzerns ProSiebenSAT.1 leicht nach. Unternehmensvorstand Urs Rohner sprach von einem schwierigen Geschäftsjahr 2002 und räumte zugleich Fehler in der Programmgestaltung ein.
Rohner betonte, daß die Sendergruppe ProSiebenSAT.1 unabhängig von der KirchGruppe und selbstständig finanziert sei. Auch wenn KirchMedia im vergangenen Jahr 41 Prozent des ProSiebenSAT.1- Programms geliefert habe, sei die Versorgung der Sender in jedem Fall auf Jahre gesichert, so Rohner.

Am Rentenmarkt sank der REX-Index um 0,04 Prozent auf 112,44 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,1 Prozent auf 107,13 Punkte. Die Umlaufrendite wurde bei 4,83 (Montag: 4,82) Prozent festgestellt.

Die Schlußkurse der 30 DAX-Werte (in Euro, ohne Gewähr):

Wertpapier Kurs Veränderung

adidas-Salomon 82,76 (- 0,24)
Allianz 201,75 (- 5,24)
BASF 46,00 (- 1,65)
Bayer 32,47 (- 0,48)
HypoVereinsbank 33,30 (- 0,15)
BMW 42,81 (+ 0,31)
Commerzbank 15,34 (- 0,03)
DaimlerChrysler 47,05 (- 0,75)
Degussa 36,95 (- 0,09)
Deutsche Bank 71,84 (- 1,16)
Deutsche Post 13,21 (- 0,11)
Deutsche Telekom 11,32 (+ 0,72)
E.ON AG 57,54 (- 0,96)
EPCOS 30,96 (- 0,70)
Fresenius Med. Care 49,30 (- 1,25)
Henkel 71,19 (- 0,12)
Infineon Techno 16,49 (- 0,36)
Linde 52,75 (- 0,15)
Lufthansa 13,93 (- 0,30)
MAN 22,15 (- 0,25)
Metro 29,51 (- 0,93)
MLP 30,55 (- 0,30)
Münchener Rück 243,01 (- 3,49)
TUI AG 24,37 (- 0,08)
RWE 40,02 (- 0,38)
SAP 90,80 (- 4,40)
Schering 62,13 (- 1,75)
Siemens 59,32 (- 3,18)
ThyssenKrupp 15,20 (+ 0,30)
VW 45,00 (- 0,68)

Die Referenzkurse der EZB für einige Devisen. Ein Euro kostet:
0,9930 US-Dollar
117,32 japanische Yen
0,6425 britische Pfund

  • Datum 09.07.2002
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2TL3
  • Datum 09.07.2002
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