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Aktuell Amerika

Gepräche mit FARC-Rebellen vertagt

Die geplanten Friedensgespräche zwischen der Regierung und den linksgerichteten Rebellen in Kolumbien sind verschoben worden. Darauf hatten sich beide Seiten bei Vorgesprächen geeinigt.

Ursprünglich war geplant, dass die Verhandlungen am 8. Oktober in der norwegischen Hauptstadt Oslo anfangen sollten. Als neuer Termin wurde nun der 15. Oktober festgelegt. Bei Vorgesprächen auf Kuba habe man sich darauf verständigt, teilte Rodrigo Granda aus der Verhandlungsdelegation der Rebellen mit. Zugleich kündigte er an, am 17. Oktober solle in Oslo eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht werden.

Die linksgerichtete Rebellengruppe Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC) ist die größte und älteste Guerilla Südamerikas. Sie bezeichnet sich selbst als marxistisch und kämpft seit 1964 gegen den Staat.

Drogenhandel

Nach Einschätzung von Kritikern ist ihr Kampf jetzt aber kaum noch politisch motiviert, sondern eng mit Drogenhandel, Mord, Geiselnahme und Lösegelderpressung verbunden. In dem seit nun fast 50 Jahre anhaltenden blutigen Konflikt sind mehr als 200.000 Menschen getötet worden.

Frühere Friedensbemühungen waren alle erfolglos. Die neuen Gespräche finden unter Vermittlung Norwegens und Kubas statt. Die Rebellen hatten im Vorfeld erklärt, es gehe dabei um "beiderseitige Abrüstung".

In einer Rede an die Nation hatte Präsident Juan Manuel Santos am Montag mitgeteilt, dass er an Prostatakrebs erkrankt sei. Eine Operation sei für Mittwoch vorgesehen. Die Chance, dass er wieder gesund werde, liege bei 97 Prozent, so der 61-Jährige. Santos ist seit rund zwei Jahren im Amt.

uh/hp (dpa, afp)