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Pressemitteilungen

Georgien: Staatspräsident will russische Militärbasen so schnell wie möglich schließen

Michail Saakaschwili besucht Deutsche Welle in Berlin – Interview mit DW-TV

Georgien hoffe auf einen politischen Ausgleich mit Russland. Das sagte der Staatspräsident Georgiens, Michail Saakaschwili, am Donnerstag, 29. Januar 2004, anlässlich eines Besuchs von DW-TV in Berlin. Dazu gehöre auch die rasche Schließung der noch auf georgischem Gebiet verbliebenen russischen Militärbasen. Saakaschwili im deutschen Auslandsfernsehen: "Wir verstehen aber auch, dass Russland ein Sicherheitsinteresse in der Region hat." Der Staatschef kündigte an, bei seinem Moskau-Besuch im Februar mit dem russischen Präsidenten Putin eine "pragmatische Lösung" suchen zu wollen. Bei den Gesprächen werde es auch um die Region Abchasien gehen, da "hier Waffenschmuggel in großem Stil betrieben wird". Die georgische Provinz am Schwarzen Meer hatte sich nach einem blutigen Bürgerkrieg Anfang der 90er Jahre von Georgien losgesagt.

Die Aussichten auf einen Ausgleich mit Russland bezeichnete Saakaschwili in Berlin als gut. Die Putin-Regierung sei an einem stabilen Kaukasus
interessiert. Durch Georgien verlaufe eine Öl-Pipeline, die ab 2005 kaspisches Erdöl von Baku ins türkische Ceyhan leiten soll. In jüngster Zeit begrenze die Türkei zunehmend die Durchfahrt russischer Tanker durch die Dardanellen, so der georgische Politiker weiter.

Saakaschwili machte gegenüber DW-TV auch das Interesse Georgiens an der EU deutlich: "Wir brauchen Deutschland als Partner, um mit europäischen Strukturen in die EU zu kommen."

29. Januar 2004
018/04

Diese Pressemitteilung und mehr unter: www.dw-world.de/presse