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Filme

George Lucas baut "Star Wars"-Museum in Los Angeles

Das "Lucas Museum of Narrative Art" wird mehr als ein Mekka für "Star Wars"-Fans. George Lucas will ein einzigartiges Bildungs- und Kunstprojekt auf die Beine stellen. Und lässt dafür eine Milliarde Dollar springen.

Die letzte Hürde ist überwunden: Der Stadtrat von Los Angeles hat dem Bauprojekt von "Star Wars"-Erfinder George Lucas zugestimmt. Das "Lucas Museum of Narrative Art" sei "ein unglaubliches Geschenk" an die Stadt, erklärte der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti. Das Gebäude soll auf dem Exposition-Park-Gelände entstehen - und befindet sich in direkter Nachbarschaft zur University of Californina. Dort hat Lucas sein Filmstudium absolviert.

Für das futuristische Design des Museums ist der chinesische Architekt Ma Yansong verantwortlich. Es ist selbstverständlich kein Zufall, dass die Form des Gebäudes an ein Raumschiff erinnert. Die Ausstellungsfläche soll um die 25.000 Quadratmeter groß werden, viel Platz also für das komplette Lucas-Imperium. Und das umfasst nicht nur Stücke aus der "Star Wars"-Requisite, sondern auch Material aus den Filmen "Blade Runner", "Toy Story", "Avatar" der "Indiana Jones"-Reihe oder "Metropolis". Daneben wird zudem Kunst aus der privaten Sammlung von George Lucas ausgestellt, darunter Werke von Norman Rockwell, N.C. Wyeth, Edgar Degas oder Pierre-Auguste Renoir.

Bilder erwecken Emotionen

George Lucas (Getty Images)

"Star Wars"- Erfinder George Lucas feierte 2014 seinen 70. Geburtstag

Lucas will sowohl die klassische Kunst als auch die Kunst des visuellen Storytellings beim Film zeigen. Von ersten Entwürfen bis zum fertigen Design. Dabei wird es auch um die technischen Möglichkeiten gehen, die Künstler nutzen können - im Kino und in anderen Kunstformen. 

Das Konzept sei, so George Lucas, die bildende und die populäre Kunst gleichwertig darzustellen und nicht zu trennen. Denn jede Kunstrichtung, egal aus welcher Kultur, habe dasselbe Ziel: Geschichten in Bildern zu erzählen und damit Emotionen zu wecken. Nichts anderes sei "Narrative Art". So werde etwa neben einem wertvollen europäischen Gemälde aus dem 19. Jahrhundert auch mal eine Manga-Zeichnung aus dem 21. Jahrhundert zu sehen sein.

Kunst für die Menschen

Nach Lucas' Vorstellungen soll das Museum auch bildungsferne Besucher an die Kunst heranführen. Neben den ständigen Ausstellungen sind Workshops geplant, Extratouren für Schulklassen, Sonderschauen, Filmpremieren und Festivals. Und auch ein umfassendes Archiv über Filme und Filmgeschichte ist vorgesehen.

USA Pläne für das Lucas Museum of Narrative Art in Los Angeles (picture-alliance/dpa/Lucas Museum Of Narrative Art)

Direkt neben dem berühmten Olympia-Stadion "Coliseum" soll Lucas' größtes Raumschiff landen

Stolz verkündet die Webseite des Museums, dass durch den Neubau 1500 Jobs geschaffen würden und garantiert für den späteren Museumsbetrieb 350 Arbeitsplätze. Den Steuerzahler kostet das Ganze nichts. George Lucas finanziert das Projekt aus eigener Tasche - mit mehr als einer Milliarde Dollar. 

Das Museum ist nicht das einzige Bildungsprojekt, das George Lucas so großzügig unterstützen möchte. Nach dem Verkauf der "Star Wars"-Rechte an den Disney-Konzern 2012 ist Lucas' Vermögen auf über fünf Milliarden Dollar angewachsen. Die Hälfte davon wolle er für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung stellen, hat er damals versprochen. Mit dem Museum hat er seinen ersten Schritt getan. Die Bauarbeiten sollen laut der "Los Angeles Times" noch in diesem Jahr beginnen. 2021 ist die Eröffnung geplant.

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