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Kultur

George Harrison gestorben

Freunde und Verehrer in aller Welt trauern um den ehemaligen Beatle - in Liverpool wehen die Flaggen auf Halbmast. George Harrison starb am Donnerstag im Alter von 58 Jahren in Los Angeles an Krebs.

Yoko Ono, die Witwe von John Lennon, sagte: «Danke George, es war großartig, dich zu kennen.» Sir Paul McCartney (59), der Harrison vor zwei Wochen noch zusammen mit Ringo Starr am Krankenbett besucht hatte, sagte: «Ich bin erschüttert und sehr, sehr traurig. Wir wussten, dass er seit langer Zeit krank war. Er war ein fantastischer Kerl und ein tapferer Mann und hatte einen wunderbaren Sinn für Humor." Der britische Premierminister Tony Blair nannte die Nachricht von Harrisons Tod «sehr traurig». Der Ex-Beatle sei nicht nur ein großer Musiker gewesen, sondern habe auch eine «enorme karitative Arbeit» geleistet, betonte Blair.

Der Sänger, Gitarrist und Songschreiber Harrison galt immer als der «stille» oder «dritte Beatle». Er wurde am 25. Februar 1943 in Liverpool geboren. 1958 lernte er John Lennon kennen und schloss sich als Gitarrist der Band an, die 1960 erstmals unter dem Namen The Beatles auftrat und binnen drei Jahren Weltruhm erlangte. Ende der 60er Jahre wurde er zunehmend verbittert darüber, dass er immer im Schatten der großen Egos von Lennon und McCartney stand. Er hätte gern mehr als die 22 Lieder geschrieben,mit denen er sich innerhalb der Gruppe durchsetzen konnte. Immerhin waren unter ihnen Klassiker wie "here comes the sun" und "while my Guitar gently weeps".Nach der Auflösung der Beatles 197 begann Harrisons Solo-Karriäre, deren größter Hit "my sweet lord" direkt am Anfang stand.

- "Du kannst dich nicht einfach hinstellen und von Liebe und Frieden reden, wie es die Hippies tun", sagte George Harrison in einem Interview. ""Du mußt schon etwas dafür tun, nämlich deinen eigenen individuellen Frieden erreichen." George Harrison war ein spiritueller Mensch. Er hat seine Vorstellungen und Prinzipien gelebt. Er war strikter Vegetarier, experimentierte mit bewußtseinserweiternden Drogen, versuchte sich an Meditation und Weltmusik und war gläubiger Hindu. . Doch wirklichen Seelenfrieden hat er nie gefunden.

Steuerfahnder, Plattenfirmen und phanatische Fans machten ihm das Leben schwer. Im Sommer 2000 überlebte er ein Attentat, gleichzeitig erkrankte er an Lungenkrebs und Hirntumor.

"Wir werden geboren, um so und soviele Jahre am Leben zu sein. Und irgendwann ist es halt vorbei", meinte Harrison dazu lakonisch. " Ich war eigentlich nur auf der Welt um Beatle George zu sein."