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Aktuell Europa

Gemeinsam gegen illegale Einwanderung

Bulgarien und seinen Nachbarländern Griechenland und der Türkei reicht es: Sie wollen im Kampf gegen illegale Migranten nun an einem Strang ziehen. Beschlossen wurden mehrere Maßnahmen.

Flüchtlinge aus Syrien in einem Lager südöstlich von Sofia (Foto: Getty)

Verheerende Bedingungen für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge in einem Lager südöstlich von Sofia

Die Regierungen Bulgariens, Griechenlands und der Türkei haben mit einem Abkommen ihren gemeinsamen Kampf gegen den Zustrom illegaler Einwanderer aus Krisengebieten besiegelt. Bei einem Treffen mit ihren Kollegen aus Athen und Ankara in der bulgarischen Hauptstadt Sofia hielt die gastgebende Innenministerin Rumjana Batschwarowa fest, alle drei Staaten "stehen vor den gleichen Herausforderungen: Einwanderung, organisiertes Verbrechen und Terrorismus". Mit der Vereinbarung werde nun die bessere Kooperation der betroffenen Staaten garantiert.

Einsatzzentrum von Polizei und Zoll

Die Nachbarländer vereinbarten, an der bulgarisch-türkischen Grenze bei Kapitan Andreewo ein Kontaktzentrum der Polizei- und Zollbehörden einzurichten. Dieses soll, wie der türkische Innenminister Sebahattin Öztürk erläuterte, "Polizei und Zoll ermöglichen, Informationen unmittelbar auszutauschen und so illegale Einwanderung und Schmuggel zu unterbinden".

Auch in einem Lager im Süden der Türkei sieht es für syrische Flüchtlinge nicht besser aus (Foto: Anadolu)

Auch in einem Lager im Süden der Türkei sieht es für syrische Flüchtlinge nicht besser aus

Türkei klagt über zu hohe Kosten

Die Unsicherheit südlich der Türkei wirke sich auch auf andere Staaten aus, betonte er in Anspielung auf den Flüchtlingsstrom in Richtung Türkei. Das Land sieht sich mit den aufgenommenen zwei Millionen Flüchtlingen, davon 1,7 Millionen aus dem Bürgerkriegsland Syrien, überfordert. Der Migrationsdruck führe zu einer ernsthaften finanziellen Last für die Türkei, klagte Öztürk.

Tausende der Flüchtlinge versuchen immer wieder, sich von der Türkei aus weiter in die EU-Staaten Bulgarien oder Griechenland durchzuschlagen. Einige von ihnen verlassen die armen Länder jedoch wieder und ziehen in reichere Staaten der Europäischen Union weiter.

se/sti (afp, dpa)

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