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Wirtschaft

Gelungenes Börsendebüt für Google

Trotz aller Pannen auf dem Weg an die Börse ist das Debüt des Internetgiganten Google auf dem Parkett doch noch geglückt: Der Preis der Aktie stieg nach Handelsbeginn auf 100 Dollar; der Ausgabepreis lag bei 85 Dollar.

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Nach Handelsauftakt am Donnerstag (19.08.2004) wurden an der Nasdaq innerhalb weniger Minuten 4,5 Millionen Aktien der Internetsuchmaschine gehandelt. Trotz des Anstiegs blieb der Kurs aber weit hinter den ursprünglichen Erwartungen von zurück: Google hatte zunächst einen Ausgabepreis von 108 bis 135 Dollar im Visier. Der Börsengang hatte sich zuletzt immer wieder verzögert.

Der Börsengang, der viertgrößte in diesem Jahr in den USA, führt Google 1,67 Milliarden Dollar an frischem Kapital zu, das die Gesellschaft im Wettbewerb mit Yahoo und Microsoft stärken soll. Dabei geht es nicht nur um die Vorherrschaft bei der Internet-Suche, sondern auch um E-Mail und andere Internet-Dienstleistungen. Ursprünglich war von bis zu 3,6 Milliarden Dollar (2,9 Milliarden Euro) die Rede.

Senkung der Aktienmenge

Die Marktkapitalisierung von Google erreicht 23,1 Milliarden Dollar - und liegt damit deutlich über der anderer Technologie-Größen wie Lucent Technologies oder dem Internetbuchversender Amazon.

Die Preisspanne wurde am Mittwoch auf 85 bis 95 Dollar gesenkt. Mit 85 Dollar lag der Preis pro Aktie, der im Zuge einer umstrittenen, vier Monate dauernden Auktion ermittelt wurde, allerdings immer noch höher als bei den meisten anderen Börseneinführungen von High-Tech-Unternehmen in den vergangenen Jahren.

Auch die Zahl der Aktien wurde erheblich gesenkt: Nunmehr sollen anstatt der geplanten 25,7 Millionen Aktien nur noch 19,6 Millionen Anteilsscheine an die Börse gebracht werden. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern könnte sich die Senkung der Aktienmenge auf den Kurs positiv auswirken.

Verstoß gegen Wettbewerbsgesetz?

Die Platzierung der Aktien hatte sich in den vergangenen Monaten schon mehrfach verschoben. Dabei hatte es massive Kritik gegeben an der Art, wie das Unternehmen den Börsengang handhabte, sowie am Preis der Aktie selbst. Schließlich sorgte noch ein "Playboy"-Interview für Furore, mit dem die beiden Google-Mitbegründer Larry Page und Sergey Brin möglicherweise gegen die Schweigepflicht vor einem Börsengang verstoßen haben könnten. Ungeachtet der endgültigen Genehmigung seitens der SEC muss sich Google möglicherweise dennoch wegen Verstoßes gegen das Wettbewerbsgesetzes verantworten.

Google war vor sechs Jahren von den damaligen Stanford-University-Studenten Page und Brin gegründet worden und ist mittlerweile zum Synonym für die Suche im Internet geworden. Der Name Google leitet sich ab von dem Kunstwort "Googol", mit dem der amerikanische Mathematiker Edward Kasner die unvorstellbar große Zahl 10 hoch 100 (eine 1 mit hundert Nullen) bezeichnet hat.

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