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Filme

Gelungener Berlinale-Auftakt

Mit viel Prominenz, kleineren Pannen und großen Gefühlen sind am Mittwoch (6. Februar) die 52. Internationalen Filmfestspiele Berlin eröffnet worden.

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Erstmals hat ein Bundeskanzler die Berlinale eröffnet - hier neben der Jury-Vorsitzenden Mira Nair.

Bundeskanzler Gerhard Schröder höchst persönlich gab vor
rund 2.500 Gästen im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz den Startschuss für das elftägige Festival. Der Kanzler erinnerte in einem Grußwort an die Terroranschläge in den USA und die Verantwortung des Kinos. Knapp fünf Monate dananch habe niemand die schrecklichen Bilder vergessen, die ein Katastrophen-Film nicht schlimmer hätte ausdenken können.

Der erste Film

Zum Auftakt zeigte "Lola rennt"-Regisseur Tom Tykwer das Liebesdrama "Heaven". Der in Italien spielende Film mit den Hollywood-Schauspielern Cate Blanchett und Giovanni Ribisi in den Hauptrollen erzählt von der ausweglosen Liebe zwischen einem jungen Polizisten und einer Attentäterin.

Das Publikum zeigte gemischte Reaktionen auf den Eröffnungsfilm. Neben Bravos gab es auch vereinzelte Buh-Rufe.

Lampenfieber bei der Gala

Leicht chaotisch war die Gala vor der Filmvorführung geraten. Der neue Berlinale-Chef Dieter Kosslick und die beiden Moderatoren, die Schauspielerin Corinna Harfouch und Kameramann Michael Ballhaus, konnten sich nicht immer auf Anhieb einigen, wer denn jetzt sprechen soll.

Immer wieder gab es auch Tonprobleme. Und bei der Vorstellung der internationalen Jury unter Vorsitz der indischen Regisseurin Mira Nair wurde zunächst eines der Mitglieder vergessen. Mit viel Humor machte Kosslick die kleinen Pannen aber schnell wieder wett.

Prominenzfaktor: hoch

Über den roten Teppich vor dem Berlinale-Palast schritt so viel Prominenz aus Film, Show und Politik wie schon lange nicht mehr. Unter den Eröffnungsgästen waren unter anderem die Schauspieler Maximilian Schell, Iris Berben, Mario Adorf, Senta Berger, Heino Ferch, Maria Schrader und Jürgen Vogel. TV-Talker Alfred Biolek, die Regisseure Helmut Dietl, Rosa von Praunheim und Volker Schlöndorff waren ebenso gekommen wie Bundesumweltminister Jürgen Trittin, Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, Grünen-Fraktionschef Rezzo Schlauch und Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin.

Nach der Filmpremiere wurde im Paul-Löbe-Haus, dem Bundestagsneubau gegenüber dem Kanzleramt, beim Berlinale-Eröffnungsempfang gefeiert.

Bis zum 17. Februar werden in den verschiedenen Sektionen des Festivals rund 400 Filme gezeigt, noch einmal so viele sind es bei der parallel laufenden kommerziellen Filmmesse der Berlinale.

Ins Rennen um den Goldenen Bären gehen im offiziellen Wettbewerb 23 Filme aus aller Welt. Stars wie Catherine Deneuve, Claudia Cardinale, Russell Crowe, Anjelica Huston, Isabelle Huppert, Wim Wenders, Harvey Keitel und Fanny Ardant haben sich angekündigt.

Rund eine halbe Million Kinozuschauer werden erwartet. (ks)

  • Datum 07.02.2002
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Symbolbild Film Festival roter Teppich

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