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Afrika

Gelungene Generalprobe

Südafrika hat es bis ins Halbfinale des Confederations Cups geschafft. Das war nicht die einzige Überraschung für Kritiker. Zwar hat das Turnier auch Mängel offenbart, aber insgesamt waren Beobachter und Fans zufrieden.

Confederations Cup 2009, Bloemfontein, Südafrika (Foto: dpa)

Begeisterung in den Stadien

Das Endspiel hat Bafana Bafana zwar nicht erreicht, aber die südafrikanischen Fans sind zufrieden mit der Leistung ihrer Mannschaft beim Confederations Cup. Der 34-jährige Brian Dube fasst zusammen, was viele denken: "Wir haben uns gut geschlagen. Wir haben unser Ziel, das Halbfinale, erreicht und damit bewiesen, dass unser Team auf internationalem Niveau spielt." Auch Brians Freund Thabani Buthelezi hat Südafrikas Nationalelf in den letzten zwei Wochen durch Höhen und Tiefen begleitet: Das enttäuschende Unentschieden gegen den Irak, der Sieg gegen Neuseeland, die Niederlagen gegen Spanien und Brasilien. Vierzehn fantastische Tage, die er so schnell nicht vergessen wird. Die Atmosphäre sei großartig gewesen, meint er: "Ich habe gemeinsam mit meinen Freunden leidenschaftlichen Fußball genossen. Das Gefühl ist unschlagbar, vor allem weil unsere Jungs gezeigt haben, was sie können."

Fans loben Organisation des Turniers

Confederations Cup 2009, Ellis Park Stadion Johannesburg (Foto: DW)

Südafrikanische Fans im Ellis Park Stadion in Johannesburg

Nicht nur die Mannschaft, auch die Leistung der Organisatoren wird von der Mehrheit der südafrikanischen Fans gelobt. Auch wenn viele das Transportchaos, vor allem rund um das Johannesburger Ellis Park Stadion, hautnah miterlebt haben. Lange Wartezeiten und Staus nimmt dieser Fan mit Humor. "Auf dem Dach ist noch Platz", ruft er in die Menschenmenge. "Normalerweise passen in einen südafrikanischen Minibus doch 50 Leute!" Nicht alle nehmen es mit solcher Gelassenheit, aber die Grundstimmung unter den Südafrikanern ist positiv. Den Confederations Cup sehen sie als Erfolg, als gelungene Generalprobe für die WM im kommenden Jahr. Trotz der weiterhin ungelösten Verkehrs- und Sicherheitsprobleme. Der Diebstahl im Hotel des ägyptischen Teams - ein unglücklicher Einzelfall, meint Themba Kadile. Ingesamt habe Südafrika seine Kritiker eines Besseren belehrt: "Sie sehen ja, dass alles unter Kontrolle und gut organisiert ist. Ich denke, 2010 werden wir ein sehr gutes Turnier erleben."

Erfolg beim Public Viewing

Public Viewing bei der Fußball WM 2006 in Deutschland (Foto: AP)

Vorbild Deutschland zur WM 2006: Public Viewing

Nicht nur in und um die Stadien haben die Fans ihre Mannschaft unterstützt. In vielen Orten Südafrikas wurden Großleinwände nach dem Vorbild deutscher Fanparks bei der WM 2006 aufgebaut. Mit Erfolg, bilanziert einer der Veranstalter, Brian Dube, nach dem Public Viewing an der Küste Kwazulu Natals. Die Erfahrung sei neu und aufregend für die Fans gewesen. Mehrere tausend sind zu den Live-Übertragungen unter freiem Himmel gekommen. In Südafrika hat sich eine Art Fanpark-Kultur entwickelt, meint Dube, der der WM 2010 deshalb zuversichtlich entgegensieht.

Südafrika wächst zusammen

Vor dem Ellis Park Stadion in Johannesburg (Foto: Leonie March)

Fans auf dem Weg ins Ellis Park Stadion in Johannesburg

Fanparks und Stadien aber haben dabei noch eine Funktion jenseits des Fußballs erfüllt, betont der Chef des WM-Organisationskomittees Danny Jordaan. Seiner Beobachtung nach war das Publikum beim Confed Cup so bunt und vielfältig wie nie zuvor bei einer Sportveranstaltung in Südafrika. Es sei ein echter Querschnitt durch die Gesellschaft gewesen, so Jordaan. "Alle haben friedlich miteinander gefeiert. Vor dem Hintergrund, die südafrikanische Nation zu vereinen, war der Confed Cup also ein Riesen-Erfolg."

Autorin: Leonie March

Redaktion: Katrin Ogunsade

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