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Justiz

Geldstrafen im Prozess um Oben-ohne-Fotos von Herzogin Kate

Über die 2012 veröffentlichten Paparazzi-Aufnahmen der barbusigen Herzogin Kate war das britische Königshaus "not amused". Jetzt ist das Magazin "Closer" zu Strafzahlungen von über 100.000 Euro verurteilt worden.

Video ansehen 02:24

Wie viel Privatsphäre haben die Royals?

Die mit einem Teleobjektiv geschossenen Fotos hatten im September 2012 weltweit für Aufsehen gesorgt: Das Klatschmagazin "Closer" veröffentlichte Aufnahmen der nur mit einem Bikinihöschen bekleideten Herzogin von Cambridge auf einem Luxusanwesen in Südfrankreich, wo sie mit ihrem Ehemann Prinz William Urlaub machte. Nicht verkneifen konnte sich das Magazin dabei Kommentare wie "Oh mein Gott!" und "Kate bietet ihre Brust dem sanften Streicheln der Sonne der Provence".

"Grotesk und völlig ungerechtfertigt" sei der Abdruck der Oben-ohne-Fotos von Kate gewesen, so die Royals. Die französische Justiz untersagte damals in einem Eilverfahren jegliche Weiterverbreitung der Bilder. Zugleich stellten William und Kate Strafanzeige.

100.000 Euro für William und Kate

Fünf Jahre nach der Veröffentlichung der Bilder verurteilte das zuständige Gericht in der Pariser Vorstadt Nanterre die "Closer"-Chefredakteurin Laurence Pieau und den früheren Chef des Verlags Mondadori, Ernesto Mauri, zu Strafen von jeweils 45.000 Euro. Die beiden Paparazzi einer Pariser Foto-Agentur erhielten Geldstrafen von 10.000 Euro, von denen die Hälfte zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Herzogin Kate (Getty Images/C. Jackson)

Die Klägerin: Herzogin Catherine, genannt "Kate"

Signal der Abschreckung

An William und Kate muss "Closer" zusammen 100.000 Euro Schadenersatz zahlen. Nach Ansicht des Gerichts hatte das Magazin die Privatsphäre des Paares verletzt. Gefordert hatten William und Kate wesentlich mehr: 1,5 Millionen Euro. Sie wollten damit nach eigenen Angaben auch ein Signal der Abschreckung aussenden. Die Staatsanwaltschaft warf dem Magazin "Schamlosigkeit" vor und verlangte "sehr hohe Geldstrafen" gegen die Angeklagten.

Die Anwälte des Magazins wollten an den Bildern der Royals hingegen nichts Verwerfliches erkennen. Nicht nur gebe es ein "legitimes Interesse" an deren Veröffentlichung, argumentierten sie. Die Fotos hätten auch ein "dem Ansehen des Paares förderliches Bild" gezeigt - ein Argument, das bei der Gegenseite Kopfschütteln hervorrief.

"Das Paar stimmt nie anderen Fotos als den offiziellen Fotos zu", stellte der Anwalt von William und Kate klar. "Sie sind dazu bestimmt, König und Königin von England zu werden."

wa/ml (afp, dpa)

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