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Amerika

Geldnot zwingt Pentagon zum Umdenken

Angesichts massiver Sparzwänge will die US-Regierung ihre Verteidigungsstrategie neu ausrichten - mit erheblichen Folgen. Einige der Pläne, die an diesem Donnerstag offiziell verkündet werden, wurden schon vorab bekannt.

Flugzeugträger 'USS John C. Stennis' (Foto: dapd)

Demonstration der Stärke: Amerikanischer Flugzeugträger 'USS John C. Stennis'

Die überarbeitete Verteidigungsstrategie sieht nach Angaben aus Washingtoner Regierungskreisen vor, dass sich die US-Armee von ihrem Ziel verabschiedet, zwei Kriege gleichzeitig führen und gewinnen zu können. Die Vereinigten Staaten sollten aber weiterhin in der Lage sein, abseits eines Kriegsschauplatzes einen "zweiten Widersacher abzuschrecken", heißt es.

Zudem sollen laut Medienberichten milliardenschwere Rüstungsaufträge verschoben und die Präsenz der US-Armee in Europa verringert werden. Ob damit auch amerikanische Standorte in Deutschland auf der Kippe stehen, ist noch unklar.

"An Wendepunkt angelangt"

Pentagon-Gebäude (Foto: dpa)

Keine Stellungnahme aus dem Pentagon in Washington

Das US-Präsidialamt und das Pentagon lehnten eine Stellungnahme zu den Plänen ab und verwiesen auf die Pressekonferenz an diesem Donnerstag. Ein Regierungssprecher erklärte lediglich, US-Präsident Barack Obama sei in die Ausarbeitung der neuen Strategie eng eingebunden gewesen und habe darüber regelmäßig mit Verteidigungsminister Leon Panetta und ranghohen Militärs beraten. Das Ergebnis trage der Tatsache Rechnung, dass "wir nach zehn Jahren im Krieg an einem Wendepunkt angelangt sind mit neuen Herausforderungen und Möglichkeiten, die eine Neuausrichtung unserer Verteidigungsziele verlangt", so der Sprecher.

Nach Informationen der Zeitung "New York Times" soll der US-Militäretat über die nächsten zehn Jahre um 450 Milliarden Dollar (knapp 350 Milliarden Euro) gestutzt werden. Das seien rund acht Prozent des Pentagon-Etats. Allerdings könnten noch einmal 500 Milliarden an Kürzungen dazukommen, wenn der Kongress an entsprechenden Plänen zur Verringerung des Defizits festhält.

Autor: Chistian Walz (rtr, dpa, dapd)
Redaktion: Gerhard M Friese