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Wirtschaft

Geldbuße für Scania wegen Lkw-Kartell

Die EU-Wettbewerbskommission hat ihre Untersuchungen zum Lkw-Kartell abgeschlossen. Zum Schluss wurde noch die schwedische VW-Tochter Scania mit einem Bußgeld in dreistelliger Millionenhöhe belegt.

Die EU-Kommission verhängte gegen die Schweden wegen illegaler Absprachen zu Preisen und Technologien am Mittwoch ein Bußgeld von 880,5 Millionen Euro.

Die Brüsseler Behörde hatte mit den übrigen Beteiligten - Daimler, Iveco, DAF und Volvo/Renault - bereits im vergangenen Jahr einen Vergleich über insgesamt knapp 2,93 Milliarden Euro geschlossen. Der Scania-Schwester MAN wurde ein Bußgeld über 1,2 Milliarden Euro erlassen, weil sie das Kartell gegenüber den Behörden offenbarte. Scania hatte die Kartellvorwürfe zurückgewiesen, aber dennoch 400 Millionen Euro zurückgestellt. 

Langjährige Verstöße

Die EU-Wettbewerbshüter werfen den Lastwagen-Herstellern vor, ab 1997 über 14 Jahre hinweg die Verkaufspreise für ihre Fahrzeuge abgesprochen zu haben. Zudem hätten sie die mit strengeren Abgasvorschriften verbundenen Kosten abgestimmt an ihre Kunden weitergegeben. Damit seien Güterverkehrsunternehmen beeinträchtigt worden.

"Mit dem heutigen Beschluss ist unsere Untersuchung zu einem langjährigen Kartell abgeschlossen", erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Die Lkw-Bauer können den Fall allerdings noch nicht zu den Akten legen. Sie stehen vor beträchtlichen Schadenersatzklagen ihrer Kunden.

zdh/dk (dpa, rtr)