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Geld

Geld ist schön, wenn man's hat – egal, ob als Guthaben auf der Bank oder im Sparstrumpf zu Hause. Hauptsache Kohle! Und am liebsten natürlich viel davon. Doch manchmal rinnt einem das Geld nur so durch die Finger.‎

"Weshalb heißt das Sparbuch 'Sparbuch'? – Weil man es sich sparen kann." Vor Kurzem war das ein müder Scherz, auf die biederen Sparer gemünzt, die lieber "auf Nummer Sicher" gingen, als ihr Erspartes auf dem Aktienmarkt oder sonst wo anzulegen. Seit der Bankenkrise wären viele froh, hätten sie ein kleines aber feines Sparbuch mit einem soliden Guthaben.

Asche ohne Ende

"Spare, wenn du kannst, so hast du’s, wenn du’s brauchst", heißt es im Volksmund. Leider haben viele diesen Spruch nicht beherzigt, als sie sich in Aktien verguckten. Sie sollten so richtig Kohle bringen, Asche ohne Ende, das war die Verlockung. An den Finanzmarkt, wo es richtige Sterntaler regnen kann, wollte jeder hin und im Geld schwimmen.

Aber das kann nur Onkel Dagobert. Ein Geldbad nehmen in dem Geldspeicher, der das Stadtbild von Entenhausen bestimmt: ein Tresor so groß wie ein Turm und randvoll mit Talern. Klar, dass Dagoberts unermesslicher Reichtum Begehrlichkeiten weckt. Immer wieder versuchen die Panzerknacker an "die Knete des Alten" zu kommen. Und immer wieder scheitern sie, hocken frustriert in ihrem Hauptquartier und stellen trübsinnig fest: "Ohne Moos nix los."

Bargeld lacht

So ist es. Ohne Geld, ohne Moneten ist man aufgeschmissen. Da ist auch der alte Spruch "Geld allein macht nicht glücklich" kaum ein Trost. Und einfach mit seinem "guten Namen" bezahlen, wie es die Werbung suggeriert, ist natürlich barer Unsinn. Vor allem dann, wenn die Abbuchung vom Konto erfolgt. Wenn dieses nicht gedeckt ist, geht’s los.

Der Weg zur Schuldenfalle ist mit Kreditkarten gepflastert. Zumindest im deutschen Einzelhandel gilt beim Bezahlen immer noch: "Bargeld lacht." Wenn auf die routinemäßige Frage, ob mit Karte oder bar bezahlt wird, die Antwort "bar" lautet, sieht mancher Verkäufer gleich glücklicher aus. In den USA ist das etwas anders. Wer da mit Geldscheinen wedelt, steht nahezu im Verdacht, sich die Kröten bei einem Banküberfall geholt zu haben. "Her mit den Mäusen!" – so lässt ein Comiczeichner den maskierten Kater sprechen, der den Mann am Bankschalter mit vorgehaltener Pistole bedroht.


Wer Geld herschafft, hat Weltherrschaft

Zum Piepen, werden Sie vielleicht sagen. Genau: Piepen sind auch ein Ausdruck für Geld. Schon immer drehte sich fast alles um den schnöden Mammon. "Geld regiert die Welt"; das wissen wir bereits seit Mitte des 16. Jahrhunderts.

Diese bemerkenswerte Feststellung soll Herzog Friedrich von Sachsen getroffen haben. "Imperat in toto regina pecunia mundo", so heißt es im Original. "Pecunia" ist das lateinische Wort für "Geld". Kommt vielleicht der umgangssprachliche Ausdruck "Penunzen" daher? Mit Sicherheit lateinischen Ursprungs ist es, wenn jemand von einer "pekuniären Angelegenheit" redet. Da geht es um einen Vorgang, der mit Geld zu tun hat.

Solide flüssig

Übrigens: Zu Zeiten der alten Römer gab es eine Goldmünze namens Solidus. Eine Währung, deren Name ja schon Zuverlässigkeit und Zahlungsfähigkeit impliziert. Und in der Tat: Der Solidus gilt bis heute als die Währung, die am längsten stabil blieb – nämlich über 300 Jahre.

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