1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Europa

"Geld macht nicht glücklich"

Mit der Verlosung seiner Villa in Tirol macht Karl Rebeder vor allem in Österreich und Deutschland Schlagzeilen. Mit dem Marketing-Gag macht der Ex-Millionär Werbung für sein Projekt zur Vergabe von Mikro-Krediten.

Der Österreicher Karl Rabeder aufgenommen vor seiner Villa in Telfs. Der gebürtige Linzer, der schon in jungen Jahren mit einer Firma für Wohnaccesoires reich wurde will sich nun von seinem Vermögen trennen. Er plant seine Villa zu verlosen und den Erlös einer von ihm gegründeten wohltätigen Organisation zur Verfügung zu stellen - und mit einem bescheidenen Lebensstil glücklich zu werden. (zu dpa-KORR: Gutes tun und einfach leben: Österreicher spendet Millionenvermögen) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Abschied von 321 Quadratmetern Wohnfläche

Karl Rabeder (47) tritt häufig in Fernseh-Talkshows auf. Über ihn wurden zahlreiche Artikel veröffentlicht. Seit einem Jahr steht seine prächtige Villa in Tirol nicht zum Verkauf, sondern zur Verlosung an. Für 99 Euro pro Los können Lotterieteilnehmer das Haus gewinnen, das rund 1,65 Millionen Euro wert ist. Nach einem Jahr hat er die Hälfte der 21 999 Lose verkauft, sagt Karl Rabeder. Irgendwann in den nächsten Monaten soll der Gewinner unter notarieller Aufsicht gezogen werden.

Kleinkredite statt Gewinne

Innenbereich der Villa des Österreichers Karl Rabeder aufgenommen in Telfs. Der gebürtige Linzer, der schon in jungen Jahren mit einer Firma für Wohnaccesoires reich wurde will sich nun von seinem Vermögen trennen. Er plant seine Villa zu verlosen und den Erlös einer von ihm gegründeten wohltätigen Organisation zur Verfügung zu stellen - und mit einem bescheidenen Lebensstil glücklich zu werden. +++(c) dpa - Bildfunk+++

Für 99 Euro und etwas Glück

Karl Rabeder, der mit Mitte 30 bereits Millionär war, will den Erlös seiner Villa in seine Stiftung "My Microcredit" stecken, die Mikrokredite in Lateinamerika vergibt. In die Stiftung hat der ehemaliger Unternehmer bereits den größten Teil seines Millionenvermögens eingebracht. "Es ist einfach schön zu teilen", so Karl Rabeder, der künftig in einer Mietwohnung leben will. "Ich wähle jetzt einen Lebensweg, bei dem ich mein Geld sinnvoller verwenden kann."

Selbstvermarktung für einen guten Zweck

Karl Rabeder bietet Vorträge und persönliches Coaching für Menschen an, denen das permanente Streben nach noch mehr Geld zunehmend sinnlos erscheint. Seine häufigen Auftritte in den Medien machen ihn bekannt und helfen ihm seine Angebote zu vermarkten. Die Einnahmen fließen allerdings wieder in seine Stiftung. "Das Geld hat mich nicht glücklich gemacht. Mein Lebensweg ist das nicht", sagt Karl Rabeder heute.

Künftig will Karl Rabeder reisen, nur mit einem Rucksack ohne Luxus. Er möchte eine Wüste durchqueren und mit ein, zwei Euro am Tag auskommen. Als Ziele hat er sich den Himalaya und die Anden vorgenommen.

Autor: Bernd Riegert, dpa
Redaktion: Gero Rueter

Audio und Video zum Thema