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Wirtschaft

Gekrönter Euro

Konrad Adenauer, Winston Churchill und Bill Clinton haben ihn bekommen. Zum ersten Mal geht der Karlspreis jetzt an eine Idee: Den Euro.

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Prämiert, aber auch bewährt? Der Aachener Karlspreis für den Euro

Der Sprecher des Karlspreis-Direktoriums, Walter Eversheim, begündete das Votum damit, dass der Euro im Sinne des Karlspreises zu einer gemeinsamen Identität der Europäer beitrage. Entgegennehmen wird den mit 5.000 Euro dotierten Preis Wim Duisenberg, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB). Das Direktorium wollte ganz bewusst die identitätsstiftenden Aspekte des Euro, politisch und wirtschaftlich, herausstellen, so der Pressesprecher der Stadt Aachen, Hans Poth, gegenüber DW-WORLD. Als die Jury bereits Ende 2001 Jahr ihre Entscheidung für den Euro bekannt gab, wurde Kritik laut. Was denn der Euro geleistet hätte, das ihn dazu befähigen würde, diese bedeutende Auszeichnung entgegen zu nehmen, hieß es.

Stellvertretend für den Europa-Gedanken

Doch das sieht man in Aachen anders. Jetzt könne man Dank des Euro fast in jedem Land mit nur einer Währung zahlen. Und das war bisher rund um Aachen, der Heimat des Preises, etwas schwieriger: Denn Aachens Nachbarn sind Belgien und Holland. Daher freue man sich in dem Dreiländer-Eck ganz besonders über den Euro und ein leichteres Portemonnaie, so Poth. Außerdem soll die Preisverleihung ein symbolischer Anstoß für die noch fehlenden Euro-Länder sein.

Aufstieg statt Talfahrt

Der momentane Stand des Euro an der Börse kann sich sehen lassen: In den vergangenen zehn Wochen legte der Euro zum Dollar fast sechs Prozent an Wert zu. Die Inflation, die bei der Einführung der europäischen Währung von Pessimisten befürchtet wurde, blieb aus. Ein Glück für die Preisverleihung, sonst wäre die Krönung eines Flops etwas peinlich gewesen. Noch aber finden sich wenige Euros der EU-Länder in den deutschen Portemonnaies. Nicht mal jede 20. Münze in deutschen Geldbörsen stamme derzeit aus dem Ausland, schätzen Experten. (pt)

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