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Kultur

Geklonter Bulle geklont

Forscher haben einen geklonten Bullen erneut geklont. Das Tier sei bereits vier Jahre alt und zeige keinerlei Zeichen einer Krankheit, berichten Wissenschaftler um Xiangzhong Yang von der Universität von Connecticut (USA) im Fachjournal "Nature Biotechnology". Die drei

unterschiedlich großen und alten Tiere haben alle dasselbe Erbgut. Yang und seine Kollegen begannen ihre Arbeit vor Jahren mit einem 17 Jahre alten schwarzen japanischen Zuchtbullen. Nach dem Vorbild der beim Klonschaf Dolly verwandten Methode entnahmen sie dem Rind

mehrere Körperzellen und setzten deren Kerne in die entkernten Eizellen von Kühen. Aus den so entstandenen Embryonen wuchsen vier Kälber heran, die so genannte G1-Generation. Daraus schuf das amerikanisch-japanische Team dann nach dem gleichen Verfahren zwei

weitere Tiere, die G2-Generation.

Eines starb kurz nach der Geburt an Blutarmut und einer Infektion, heißt es in dem Bericht. Der zweite Bulle scheine aber vollkommen gesund. Mit seinem Sperma wurden inzwischen bereits mehrere künstliche Befruchtungen vorgenommen, aus denen sechs gesunde Kälber

hervorgegangen seien, schreiben die Wissenschaftler. Der Versuch allerdings, aus dem G2-Tier auch noch die G3-Generation zu klonen, sei fehlgeschlagen. Die Schwangerschaften mit allen sechs geklonten Embryonen endeten vor dem 100. Tag. Die Ursache dafür blieb den Angaben zufolge unklar. Ein solches "Klonen in Serie" war bislang nur bei Mäusen gelungen.

  • Datum 23.05.2004
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  • Permalink http://p.dw.com/p/55DR
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