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Aktuell Afrika

Geiselnahme in Algerien beendet

Mit einem weiteren Blutbad ist das Geiseldrama in der algerischen Wüste zu Ende gegangen. Einheiten der Armee stürmten die Gasanlage bei In Amenas im Osten des Landes. Dabei wurden 18 Menschen getötet.

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Algerien: blutiges Ende des Geiseldramas

Die algerische Armee hat das von Islamisten besetzte Gasfeld bei In Amenas in der Wüste gestürmt und damit das Geiseldrama blutig beendet. Alle elf Terroristen seien getötet worden, berichtete die algerische Nachrichtenagentur APS. Zuvor hätten die Geiselnehmer sieben ausländische Geiseln getötet.

Keine deutsche Geiseln

Die schwer bewaffneten Angreifer hatten die Anlage am Mittwoch besetzt und Geiseln genommen. Am Donnerstag hatte die Armee eine erste große Befreiungsaktion gestartet. Dabei kamen viele Menschen ums Leben. Der Einsatz hatte international massive Kritik hervorgerufen. Die Islamisten hatten unter anderem das Ende des von Frankreich angeführten internationalen Militäreinsatzes in Mali verlangt.

Nach Informationen der algerischen Zeitung "El Watan" sollen die Entführer am Samstagmorgen begonnen haben, ihre Geiseln zu töten. Die Armee habe dann die Anlage gestürmt. Für die sieben Ausländer - drei Belgier, zwei US-Amerikaner, ein Brite und ein Japaner - war es jedoch zu spät. Zwei Deutsche, die sich während des Geiseldramas in der Nähe von In Amenas aufhielten, sind wohlauf. Das Auswärtige Amt in Berlin teilte mit, die beiden Mitarbeiter einer Bohrfirma seien nicht unter den Geiseln, sondern mehrere Kilometer entfernt an ihrem Einsatzort gewesen, als die Islamisten das Gasfeld überfielen. Inzwischen hätten sie das Land verlassen.

Nach offiziellen Angaben sind bei der Geiselnahme insgesamt 23 Geiseln ums Leben gekommen. Auch 32 Entführer seien tot, teilte das algerische Innenministerium mit. Mehrere ausländische Regierungen hatten in den vergangenen Tagen an die Regierung in Algier appelliert, dem Schutz der Geiseln höchste Priorität einzuräumen.

pg/gb (dpa, dapd, afp, rtr)

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