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Fußball

Geht Stuttgarts Serie gegen Hertha weiter?

Viermal in Folge hat Stuttgart in der Bundesliga zuletzt gewonnen und sich von der Abstiegszone entfernt. Nun wartet mit Hertha ein harter Brocken. Besonders motiviert wird auf Berliner Seite ein Ex-Stuttgarter sein.

3:1, 3:1, 2:1 und 4:2 - die Siegesserie des VfB Stuttgart aus den vergangenen vier Bundesligaspielen gegen Wolfsburg, Köln, Hamburg und Frankfurt kann sich sehen lassen. Waren die Stuttgarter nach dem 16. Spieltag als Tabellenletzter mit nur zwölf Punkten noch in akuter Abstiegsgefahr, liegen sie vier Spiele später mit 24 Punkten komfortable zehn Zähler oberhalb der "roten Zone". Die Mannschaft, die in der Hinrunde unter Alexander Zorniger oft verunsichert und chancenlos wirkte, strotz unter dem neuen Trainer Jürgen Kramny mittlerweile nur so vor Selbstvertrauen. Nun soll mit Hertha BSC zum ersten Mal in dieser Saison eine Mannschaft aus den Top-3 der Liga besiegt werden (Samstag, 15:30 Uhr MEZ).

Das Pokal-Aus gegen Borussia Dortmund soll dabei kein Hemmschuh sein. Allerdings möchte Kramny die Erwartungen nicht all zu hoch schrauben: "Jetzt schauen wir erstmal, wie die Mannschaft das Pokalspiel wegsteckt", sagte er und zog gleichzeitig Positives aus der 1:3-Cup-Niederlage gegen den BVB: "Wir haben eine gute Moral bewiesen. Wir haben uns gewehrt und gegen die Niederlage gestemmt. Am Ende hat ein bisschen Glück gefehlt, aber wir haben gute Sachen gesehen, gegen einen starken Gegner und ich bin mir sicher, dass wir gegen Hertha eine ähnliche Leistung zeigen können."

Hertha wartet auf den ersten Dreier im Jahr 2016

Ein wenig anders als in Stuttgart ist die Lage dagegen bei Gegner Hertha BSC: Zwar freuen sich die Berliner, dass sie durch den 3:2-Pokal-Erfolg in Heidenheim erstmals seit 1981 wieder im DFB-Pokal-Halbfinale stehen und zum ersten Mal das Endspiel im eigenen Stadion erreichen könnten, doch brachten die drei Bundesliga-Spiele nach der Winterpause nur einen mageren Ertrag. Dreimal spielte die Hertha unentschieden, beide Heimspiele endeten 0:0.

Das soll sich am Samstag in Stuttgart ändern - vor allem Dank eines Spielers, der sich in Stuttgart bestens auskennt und nun zum ersten Mal seit seinem Wechsel nach Berlin im vergangenen August an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt: Hertha-Torjäger Vedad Ibisevic.

Spielszene von Vedad Ibisevic für Hertha BSC gegen den VfB Stuttgart (Foto: picture-alliance/dpa/City-Press GbR)

Trifft Herthas Torjäger Vedad Ibisevic (l.) auch gegen die alten Kollegen vom VfB Stuttgart wieder?

Für den VfB erzielte der Bosnier in dreieinhalb Jahren und 86 Ligaspielen immerhin 33 Tore. Erst in seinem letzten Jahr im VfB-Trikot versagte sein Torinstinkt. Bevor die Stuttgarter Ibisevic im Sommer 2015 nach Berlin abschoben, hatte er anderthalb Jahre lang kein Tor mehr erzielt.

Bei der Hertha fand der 31-Jährige seine Treffsicherheit schnell wieder: In 13 Ligaspielen für Berlin erzielte Ibisevic sechs Treffer selbst und legte drei Tore auf. Am Mittwoch traf er im Pokal-Viertelfinale in Heidenheim doppelt und wurde so zum Matchwinner für sein Team. Gute Voraussetzungen für eine Rückkehr zum alten Arbeitgeber, mit dem die Trennung nicht in aller Freundschaft ablief. Zu einer Ansage in Richtung Stuttgart ließ sich der auf dem Platz manchmal hitzköpfige Bosnier aber nicht hinreißen. "Die Zeit in Stuttgart war zuletzt schwer für mich, aber ich habe keine Rachegefühle", sagte der 31-Jährige der "Bild"-Zeitung: "Ich brauche Stuttgart nichts zu beweisen. Ich wollte nur meiner Familie und mir zeigen, dass ich es noch kann und die Bundesliga drauf habe."

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Am Samstagnachmittag könnte Borussia Dortmund mit einem Heimsieg Tabellenschlusslicht Hannover 96 noch tiefer in die Krise schießen. Der ins Mittelfeld abgerutschte VfL Wolfsburg kämpft in der Partie gegen den FC Ingolstadt darum, nicht vollends den Anschluss an die Europapokal-Ränge zu verlieren. Werder Bremen wird versuchen, den Schwung vom Pokalerfolg unter der Woche mit ins Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim zu nehmen. Bei der TSG sitzt nach dem Rücktritt von Huub Stevens erstmals Julian Nagelsmann auf der Bank. Außerdem muss Bayer 04 Leverkusen beim Auswärtsspiel in Darmstadt versuchen, den Abwehrbeton der "Lilien" zu knacken - allerdings ohne Top-Stürmer Chicharito, der wegen einer Muskelverletzung pausieren muss (Anstoß jeweils um 15:30 Uhr).

Am Samstagabend möchte der 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt den ersten Sieg der Rückrunde schaffen (18:30 Uhr). Sonntags stehen noch die Partien Hamburger SV gegen Borussia Mönchengladbach (15:30 Uhr) und die des Tabellenführers FC Bayern München beim FC Augsburg an (17:30 Uhr).

Alle Partien des 21. Spieltags können Sie im DW-Liveticker und per Twitter unter #dw_sport mitverfolgen.

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