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Aktuell Amerika

Gegen eine dritte Amtszeit Kirchners

Mehrere zehntausend Menschen haben in Buenos Aires gegen ihre Präsidentin protestiert. Die Menschen beklagen den autoritären Regierungsstil und hohe Inflationsraten. Und sie fürchten, dass Kirchner am Amt klebt.

"Ja zur Demokratie, Nein zur Wiederwahl", skandierten die Demonstranten. Sie sind dem Aufruf über die sozialen Netzwerke gefolgt und zogen am Donnerstag (Ortszeit) durch die Straßen der Hauptstadt Argentiniens und anderer großer Städte wie Rosario, Mendoza und Bariloche. Sie zeigen ihre Unzufriedenheit über die Arbeit ihrer Präsidentin Cristina Kirchner.

Die Chefin einer Mitte-links-gerichteten Regierung war vor einem Jahr noch mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt worden, doch seitdem sind ihre Zustimmungsraten deutlich gesunken. Beobachter sprechen von den größten Protesten seit mehr als zehn Jahren.

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Proteste gegen die Präsidentin

Nicht nur die hohen Kriminalitätsraten und eine Inflation von rund 25 Prozent im Jahr, sondern auch eine deutliche Abkühlung der Wirtschaft bringen die Menschen auf. "Wir gehen auf die Straße, weil wir genug haben von der Kriminalität. Die Inflation bringt uns um und unsere Renten reichen nicht mehr aus", sagte ein 70-jähriger pensionierter Lehrer der Nachrichtenagentur Reuters. Argentinien kämpft immer noch mit Schulden aus dem Staatsbankrott vor rund zehn Jahren.

Angst, dass sie bleibt

Nun befürchten viele Argentinier, dass Kirchner für eine weitere Amtszeit kandidieren könnte. Unterstützer der Präsidentin setzen sich für eine Verfassungsänderung ein, weil eine dritte Amtszeit in Folge in Argentinien nicht erlaubt ist. Nach einer Umfrage des Management & Fit Institute lehnen 80 Prozent der Argentinier diesen Vorstoß ab.

Kirchner ist die erste Präsidentin Argentiniens und dies seit 2007. Sie beerbte ihren Mann, Nestor Kirchner, im Amt. Er starb 2010 nach einem Herzinfarkt.

fab/rb (rtre, afpe, AP)

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