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Migration in Deutschland

Geflüchtete Reem darf in Deutschland bleiben

Das palästinensische Mädchen Reem Sahwil hat eine unbegrenzte Aufenthaltserlaubnis erhalten. Vor zwei Jahren hatte ein bewegendes Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die Geflüchtete berühmt gemacht.

Wie die Stadtverwaltung Rostock mitteilte, hat die heute 17-jährige Reem Sahwil eine unbegrenzte Aufenthaltserlaubnis erhalten. Sie sei damit sicher von einer Abschiebung. Auch ihre Eltern seien davor geschützt, hieß es mit Blick auf die gesetzlich festgelegten Regularien.

Die sogenannte Niederlassungserlaubnis sei auch eine Voraussetzung für die spätere Einbürgerung des fließend Deutsch sprechenden Mädchens. Im Oktober wäre die vorläufige Aufenthaltserlaubnis abgelaufen.

Deutschland Kanzlerin Merkel Bürgerdialog mit Jugendlichen (bundesregierung.de)

Bundeskanzlerin Angela Merkel tröstete die weinende Reem bei einem Bürgerdialog

Ihr Auftritt in einer Diskussionsrunde mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die damals 14-Jährige im Juli 2015 in die Schlagzeilen gebracht. Sie hatte der Kanzlerin mit bewegenden Worten von ihrem Schicksal und dem ihrer Familie berichtet. Als Merkel antwortete, dass Deutschland nicht alle Flüchtlinge aufnehmen könne, fing Reem an zu weinen. Merkel versuchte zu trösten und streichelte sie.

Im Internet war kurze Zeit später ein Sturm der Entrüstung über die nüchterne, angeblich kaltherzige Antwort Merkels ausgebrochen. 2016 lud Merkel Reem noch einmal zu einem privaten Besuch ins Kanzleramt ein. Unter dem Titel "Ich habe einen Traum - Als Flüchtlingskind in Deutschland" hat Sahwil vor wenigen Wochen eine Autobiografie veröffentlicht.

myk/br (dpa, afp)

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