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Aktuell Amerika

Gefechte vor den FARC-Friedensgesprächen

Ab Montag will die kolumbianische Regierung wieder mit den FARC-Rebellen verhandeln. Vorher starten die Streitkräfte im Norden des Landes jedoch noch eine Offensive gegen die Guerillaorganisation.

Ein kolumbianischer Soldat entdeckt ein Dschungelversteck der Guerillaorganisation FARC (Foto: dpa)

Ein kolumbianischer Soldat entdeckt ein Dschungelversteck der FARC

Bei Gefechten im Department Bolívar seien vier Guerillakämpfer getötet und weitere vier gefangen genommen worden, heißt es aus dem Verteidigungsministerium in Bogota. Eine Waffenruhe für die Zeit der Friedensverhandlungen sei nicht vereinbart.

In dem seit zwei Jahren andauernden Friedensprozess zwischen der linksgerichteten Guerilla-Organisation und der kolumbianischen Regierung von Präsident Juan Manuel Santos vergeht derzeit kaum eine Woche ohne neue spektakuläre Wendungen und Überraschungen. Am Freitag hatte sich der Politik-Chef der FARC in Tolima ergeben. Simón Bernate gehörte 14 Jahren den Rebellen an und war Mitglied des Zentralkommandos der Guerilla.

"Die letzten Zutaten"

Anfang der Woche sollen die Gespräche der kolumbianischen Regierung mit der FARC in Kuba fortgesetzt werden. In der Verhandlungsrunde geht es um den Umgang mit den Opfern des seit Jahrzehnten andauernden Konflikts.

Bereits geeinigt haben sich beide Seiten in den Punkten Landverteilung, Drogenhandel und politische Integration der FARC. Neben dem Umgang mit den Opfern steht nun noch der Punkt "Entwaffnung" auf der Verhandlungsagenda. Präsident Santos hat zuletzt in Aussicht gestellt, dass ein Friedensabkommen bis Jahresende denkbar sei. Trotzdem warnt die FARC vor zu hohen Erwartungen. Ihr internationaler Sprecher Rodrigo Granda sagte noch am Mittwoch, es sei nicht gerade einfach, die "letzten Zutaten zur Suppe des Friedens" zu kochen.

rb/re (dpa, kna)