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Kultur

Gefahr durch Asteroiden geringer als gedacht

Die Gefahr eines vernichtenden Asteroiden-Einschlags ist nach neuen Berechnungen geringer als bisher vermutet.

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Der Asteroid Eugenia

Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Katastrophe liege in den kommenden hundert Jahren bei 1 zu 5000. Das berichten Zeljko Ivezic von der Princeton University in New Jersey und Kollegen im aktuellen "Astronomical Journal" (Bd. 122, S. 2749). Bisher hatten Wissenschaftler ein Risiko von 1 zu 1500 errechnet. Der Einschlag eines extrem großen Asteroiden hatte vor 65 Millionen Jahren die Dinosaurier ausgerottet.

Die Astronomen benutzten für die neue Abschätzung Daten des Himmelskartierungs-Programms "Sloan Digital Sky Survey" und stellten fest, dass es in unserem Sonnensystem etwa 700.000 Asteroiden gibt, die mindestens einen Kilometer messen. Der Zusammenstoß mit solchen "Killer-Asteroiden" hätte für das Leben auf der Erde fatale Folgen. In früheren Berechnungen war die Zahl dieser Asteroiden auf etwa 2 Millionen geschätzt worden.

Menschheit kann sich sicherer fühlen

Die Risiko-Abschätzung für die Erde sei allerdings stets verhältnismäßig unsicher. Denn sie stütze sich auf Annahmen über einen einzigen nachgewiesenen Großeinschlag, eben jenen, der vor 65 Millionen Jahren die Saurier ausgelöscht hatte, sagte Forschungsleiter Ivezic. Dieses kosmische Geschoss hatte einen Durchmesser von etwa 10 Kilometern. "Unsere Berechnungen für die Chance eines großen Zusammenstoßes hat die selben Ungewissheiten wie frühere Schätzungen, aber es ist jedenfalls klar, dass wir uns nun ein wenig sicherer fühlen können".

Anfang des Jahres hatten NASA-Astronomen bereits die geschätzte Zahl der erdnahen Asteroiden deutlich verringert. Statt bis zu 2000 solcher Objekte rechneten die Forscher nach ihrer im britischen Fachjournal "Nature" veröffentlichten Studie nur noch mit maximal 1000 "Killer-Asteroiden" auf Bahnen, die der Erde möglicherweise einmal gefährlich nahe kommen könnten.

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