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Politik

Gefahr aus dem "sunnitischen Dreieck"

Beinahe täglich greifen im Irak Attentäter aus dem Hinterhalt die ausländischen Besatzer an. Woher sie kommen, ist unklar. Sicher ist jedoch: das "sunnitische Dreieck" ist eine besondere Gefahrenzone.

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US-Soldaten unterwegs im gefährlichen "sunnitischen Dreieck" nordwestlich Bagdads

Das Gros der Angreifer im Irak kommt bisher aus dem "sunnitischen Dreieck" nordwestlich von Bagdad. Von hier stammt nicht nur Saddam Hussein, sondern auch der wichtigste Teil seines Regimes, und hier sitzen die Verlierer einer angekündigten Demokratisierung des Irak. Die Sunniten werden ihre bisherige Vormachtstellung an die Schiiten abtreten und den Rest der Macht dann auch noch mit den Kurden teilen müssen, wie schon in der Zusammensetzung des 25-köpfigen "Regierungsrates" abzulesen ist.

Hierin liegt wohl auch die Erklärung dafür, dass es im schiitischen Teil des Irak - vornehmlich im Süden - bisher relativ ruhig geblieben ist. Zwar bekämpfen sich dort rivalisierende schiitische Gruppen, auch sind einige ihrer Führer bisher von Unbekannten ermordet worden - darunter vor allem Ayatollah Muhamed Baqr el Hakim, aber es kommt nur selten zu Angriffen auf die Besatzer. Die Amerikaner und auch die im schiitischen Süden stationierten Briten geben sich trotzdem keinen Illusionen hin, dass dies so bleiben muss und bleiben wird.

Paul Bremer

Paul Bremer in Hillah, 100 km südlich von Bagdad (Archiv)

Paul Bremer (Foto), der Chef der amerikanischen Zivilverwaltung im Irak, jedenfalls warnte bereits in einem Interview mit dem britischen "Daily Telegraph", dass der Iran seine alten und sehr engen Beziehungen zu den irakischen Schiiten missbrauche, um bestimmte radikale Gruppen unter ihnen zu unterstützen und zu Aktionen gegen die "Koalitionstruppen" wie auch gegen andere Iraker zu ermuntern. Es gebe "definitiv" Hinweise, dass der Iran indirekt an einigen der Angriffe beteiligt sei.

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