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Aktuell Asien

Gefängnisrevolte in Sri Lanka

Eine Polizeirazzia in den Zellen löste den Aufstand der Häftlinge in einem Gefängnis von Colombo aus. Bei den anschließenden Schießereien wurden mindestens 27 Menschen getötet.

Die letzten Leichen wurden aus dem Hochsicherheitsgefängnis Welikada in der Hauptstadt Colombo getragen. Nach mehreren geflohenen Häftlingen wird noch gefahndet. Es handelt sich um die schwerte Knastrevolte in Sri Lanka seit 30 Jahren.

Mindestens 27 Personen seien umgekommen, berichtete der zuständige Minister Chandrasiri Gajadeera vor dem Parlament: Bis auf einen Gefängniswärter offenbar allesamt Häftlinge. Am Freitag waren demnach 16 Leichen gefunden worden, am Samstag weitere elf. Unter den mehr als 40 Verletzten sollen vier Soldaten sein. Er habe eine Kommission zur Untersuchung des Vorfalls ernannt, sagte Gajadeera.

Waffenkammer geplündert

Die Aufständischen hätten mehr als 80 Waffen aus einem Waffentresor im Gefängnis geraubt, darunter Maschinenpistolen, rechtfertigte der Minister das Vorgehen der Sicherheitskräfte. Die Behörden hätten aber die meisten der Waffen wiedergefunden. Während der Revolte schritt auch die Armee ein.

Der Aufstand hatte nach Angaben eines Militärsprechers begonnen, als eine Elitepolizeieinheit im Gefängnis nach eingeschmuggelten Drogen und Mobiltelefonen suchte. Einige Strafgefangene hätten sich die Waffen der Wärter gegriffen und sie eingesetzt. Die Auseinandersetzung mit den Wärtern habe mehrere Stunden gedauert. Die Lage sei nun vollständig unter Kontrolle.

1983 waren bei einer Revolte in dem selben Gefängnis 35 Häftlinge getötet worden .

SC/jh (afp, dpae, AP)