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Kultur

Gefährlicher Schlamm

Während in einigen Städten der Pegel noch steigt, gibt es andernorts schon wieder Entwarnung. Zurück bleibt Schlamm ... und eine mögliche Infektionsgefahr.

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Nach dem Hochwasser nun der Schlamm

Droht nach dem Hochwasser nun auch eine Seuchenkatastrophe? Politiker und Experten meinen Nein. Es bestehe kein Anlass zur Panik, so der Präsident des Robert-Koch-Instituts in Berlin, Rüdiger Kurth. Gleichzeitig ruft er aber zu erhöhter Vorsicht in den Überschwemmungsgebieten auf, um den Ausbruch von Infektionskrankheiten zu verhindern.

Es gebe zwar eine erhöhte Seuchengefahr, die aber beherrschbar sei, so das Robert-Koch-Institut, aber noch sei in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten kein Anstieg an Infektionskrankheiten aufgetreten.

Hände waschen und Stiefel anziehen

Gefährlich werden könnte der zurückbleibende Klärschlamm. Eine Infektionsgefahr entwickele sich erst dann, wenn die Fluten weg seien, denn der könnte infektiös sein, so Seuchen-Experte Kurth. Und die Berührung mit dem Schlamm ist nicht zu vermeiden: Der Klärschlamm muss aus den Gebäuden geschafft werden, bevor er hart wie Beton werde. Daher ist Vorsicht beim Umgang mit dem tückischen Schlamm geboten: Und das bedeutet: Es muss mit Handschuhen und Gummistiefeln gearbeitet werden. Danach: Hände waschen und Kleidung wechseln. Ganz "normale Hygieneregeln" also.

Keine Wundermittel

Typhusimpfungen, wie sie beim Oderhochwasser eingesetzt wurden, haben sich seither als überflüssig erwiesen, so Kurth Eher bestehe die Gefahr von Leberentzündungen. Daher seien Hepatitis-Impfungen ratsam. Doch schalte man damit nur einen möglichen Erreger aus. Nach einer
Hepatitis-Impfung dürfe man also nicht so tun, als sei man schon gegen alle Gefahren immun, betonte Kurth. Bei Durchfallerkrankungen sollten vor allem Ältere und Kleinstkinder frühzeitig zum Arzt gehen, um die Symptome zu bekämpfen.

Lebensmittel vernichten und Vorsicht bei Trinkwasser

Gefährlich werden könnten Lebensmittel, wenn sie mit Hochwasser in Berührung gekommen seien. Hier sei eine dringende Entsorgung geboten. Trinkwasser werde ständig überprüft: Brunnen würden abgeschaltet, wenn sie mit der Überschwemmung in Berührung gekommen
seien.

Eigene Trinkwasserquellen sollten erst wieder benutzt werden, wenn das Wasser als einwandfrei geprüft worden sei. Dazu hätten Bund und Länder ein komplettes Messprogramm vereinbart, so Umweltminister Trittin. Die Kläranlagen
sollten allerdings wieder in Betrieb genommen werden, auch wenn einzelne Teile noch nicht richtig funktionierten.

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