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Aktuell Nahost

Gefährlicher Raketentest des Iran

Neue Aufregung zwischen Washington und Teheran: Der Iran hat nach US-Militärangaben Raketentests nahe dreier westlicher Kriegsschiffe vorgenommen. Der US-Flugzeugträger "USS Harry S. Truman" war eines der Schiffe.

Die Aktion, die sich bereits am vergangenen Samstag ereignet hat, stelle einen "hochprovokativen Akt" dar, erklärte der Sprecher des US-Zentralkommandos, Kyle Raines, am Dienstag in Washington. Nach seiner Darstellung schossen die iranischen Elitesoldaten mehrere Raketen im Golf ab, als der Flugzeugträger "USS Harry S. Truman" (Archivbild oben) die Straße von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman durchquerte. Die Iraner hätten nur eine extrem kurze Vorwarnzeit von 23 Minuten gegeben. Darin war von einer Militärübung mit scharfer Munition die Rede. Andere Besatzungen wurden aufgefordert, sich fern zu halten.

"Hochprovokativ, gefährlich, unprofessionell"

Das US-Kriegsschiff sei teilweise nur rund 1500 Meter vom nächsten Raketeneinschlag entfernt gewesen. Immerhin: Die Schüsse seien nicht direkt auf das US-Schiff abgegeben worden, sagte Raines. "Diese Aktionen waren hochprovokativ, gefährlich und unprofessionell." Sie stellten auch infrage, ob der Iran seinen Verpflichtungen für die Sicherheit in der extrem bedeutsamen internationalen Wasserstraße nachkomme.

Das US-Kriegsschiff ist Teil der internationalen Flotte, die sich an Luftangriffen gegen die Islamistenmiliz IS in Syrien beteiligt. Auch ein französisches Marineschiff soll sich in der Nähe aufgehalten haben.

ml/qu (dpa,rtr,afp)