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Flugzeugtragödie

Gedenkstätte für Opfer von Flug MH17 eingeweiht

Drei Jahre nach dem Abschuss einer malaysischen Passagiermaschine über der Ostukraine ist in den Niederlanden eine Gedenkstätte für die 298 Opfer eingeweiht worden. Bis heute ist der Absturz nicht vollständig aufgeklärt.

Video ansehen 02:36

Mahnmal für MH17-Opfer eingeweiht

Mehr als 2000 Angehörige gedachten in Vijfhuizen bei Amsterdam der Opfer aus zehn Ländern. Auch das niederländische Königspaar und Mitglieder der Regierung nahmen an der Veranstaltung teil. Bei dem Absturz des Fluges MH17 auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur am 17. Juli 2014 waren alle Insassan getötet worden, darunter 196 Niederländer.

Der Boeing der Malaysia Airlines war in der umkämpften Ostukraine von einer russischen Buk-Rakete abgeschossen worden. Von den Niederlanden geführte internationale Ermittlungen hatten ergeben, dass die Luftabwehrrakete aus Russland in die Ukraine gebracht und dort vom Gebiet der pro-russischen Rebellen aus abgefeuert worden war. Russland wies diese Theorie als "politisch motiviert" zurück.

Bisher keine Festnahmen

Der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko bekräftigte am Jahrestag seine Forderung, Russland müsse für den Abschuss der Maschine zur Rechenschaft gezogen werden. "Das schamlose Verbrechen hätte verhindert werden können, wenn es keine russische Aggression, keine russische Ausrüstung und keine russische Rakete, die aus russischem Gebiet kam, gegeben hätte", schrieb Poroschenko auf Facebook.

Regierungssprecher Steffen Seiber erklärte, es handele sich um eine "Tragödie, die immer noch auf ihre vollständige Aufklärung wartet".  Die Bundesregierung unterstütze alle Bemühungen der Ermittler, das Geschehen vollständig aufzuklären. Nach Angaben der niederländischen Behörden sind bislang etwa 100 Menschen identifiziert worden, die bei dem Absturz eine "aktive Rolle" gespielt haben sollen. Es habe jedoch keine Festnahmen gegeben. Ein möglicher Strafprozess soll in den Niederlanden stattfinden. An dem internationalen Ermittlungsteam sind Belgien, Australien, Malaysia, die Niederlande und die Ukraine beteiligt.

hk/djo (dpa, afp, ap)

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