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Kultur

Gedenken an "die beste Mutter der Welt"

Zehn Jahre nach ihrem tragischen Tod in einem Pariser Straßentunnel zieht Prinzessin Diana die Menschen weiter in ihren Bann – allen voran die Royals. Dianas Söhne haben ihre bewegende Gedenkfeier in London mitgestaltet.

Pater in Menschenmenge vor Palasttoren (Quelle: AP)

Pater Frank Gelli (Mitte) leitet den Gedenkgottesdienst vor dem Kensington Palast

Der 31. August des Jahres 1997 war nach britischer Zeit gerade drei Stunden und 15 Minuten alt, als der Anruf aus Paris kam. Fassungslos hörte Prinz Charles, was Botschafter Sir Michael Jay mitzuteilen hatte: Diana, die Prinzessin von Wales, sei gerade von den Ärzten im Hopital Salpetriere für tot erklärt worden. "Der Prinz brach zusammen", berichtete die Diana-Biografin Tina Brown später. "Er wurde von einem Sturm der Gefühle übermannt – Sorge um die Kinder, Schuldgefühle, die schreckliche Gewissheit, wie verrückt die Öffentlichkeit reagieren würde."


Mit der Nachricht vom Tod der Prinzessin begann eine der denkwürdigsten Wochen in der Geschichte des Königreiches. Eine Woche, in der die Briten ihre "steife Oberlippe" verloren, ihre Fähigkeit, auch im Angesicht von Tragödien kühl Haltung zu bewahren. Vor laufenden Kameras weinten Menschen rückhaltlos. Zehntausende strömten mit Blumen und Kränzen zum Kensington-Palast, der Residenz Dianas, und zum Buckingham-Palast, dem Amtssitz der Queen.

Dianas Bann ungebrochen

Die Prinzen Harry (oben links) und William begrüßen Gäste der Gedenkfeier (Quelle: AP)

Die Prinzen Harry (oben links) und William begrüßen Gäste der Gedenkfeier

Zehn Jahre später sind diese Szenen unvergessen. Das Leben der Prinzessin und ihr früher Tod hat viele Menschen bis heute nicht losgelassen, allen voran die britische Königsfamilie. Bei einem bewegenden Gottesdienst gedachte sie am Freitag (31.8.2007) in London der tödlich verunglückten Prinzessin. "Sie war einfach die beste Mutter der Welt", sagte Prinz Harry (22) bei der Gedenkfeier in der Kapelle der königlichen Wachregimenter. "Wir werden sie niemals vergessen", fügte er auch im Namen seines Bruders Prinz William (25) hinzu. Diana habe ihre Söhne "und so viele andere Menschen glücklich gemacht".


Gemeinsam mit rund 500 geladenen Gästen sangen Königin Elizabeth II., ihr Gatte Prinz Philip, Dianas Ex-Ehemann Prinz Charles und die beiden Prinzen patriotische und kirchliche Hymnen zu Ehren Dianas. Hunderte Fans der "Prinzessin des Volkes" stimmten gegenüber der Guards' Chapel unweit des Buckingham-Palastes mit ein. Zuvor hatten zahlreiche Diana-Verehrer an einem öffentlichen Gottesdienst für die "Königin der Herzen" vor deren einstiger Residenz, dem Kensington-Palast, teilgenommen.


Mohamed al Fayed neben Statue von Diana und Dodi (Quelle: AP)

Kaufhausbesitzer Mohamed al Fayed (r.) nach Ende einer Gedenkminute für Diana und Dodi - neben ihm als Statuen verewigt

Zu der Gedenkfeier, die maßgeblich Dianas Söhne gestaltet hatten, waren auch Premierminister Gordon Brown sowie dessen Amtsvorgänger Tony Blair und John Major erschienen. Prominente Gäste der Zeremonie waren die Popstars Elton John und Cliff Richard sowie der Starfotograf Mario Testino, die alle zum Freundeskreis der Prinzessin gehörten. Prinz Charles' zweite Frau Camilla war hingegen nicht anwesend. Die Herzogin von Cornwall hatte dies vor einigen Tagen damit begründet, dass sie mit ihrer Person nicht von dem Gedenken ablenken wolle.

Fans pilgern zur Unfallstelle

Zeitgleich folgten hunderte Kunden und Diana-Verehrer einem Aufruf des Harrods-Besitzers Mohammed Al Fayed, die Prinzessin und seinen an ihrer Seite bei dem Autounfall in Paris umgekommenen Sohn Dodi mit zwei Schweigeminuten zu ehren. Vor einem Schrein mit den Abbildern Dianas und Dodis in dem Nobel-Kaufhaus legten viele Besucher Blumengebinde nieder.

Schwarzes Auto mit Totalschaden (Quelle: AP)

Der zerstörte Wagen in dem Diana starb (Archivbild)

Gedenken auch in Paris: Zahlreiche Fans von Diana legten am Freitag nahe der Unfallstelle am Pont de l'Alma Blumen und Fotos nieder. In der Nähe war der betrunkene Fahrer von Diana und Dodi in der Unfallnacht gegen den Pfeiler eines Tunnels gerast. Das Denkmal ist eine Kopie der Flamme der amerikanischen Freiheitsstatue. Es war 1987 zum Gedenken der amerikanisch-französischen Freundschaft aufgestellt worden. In den vergangenen Jahren ist es jedoch immer mehr zu einer Diana-Gedenkstätte umgewidmet worden. (rri)

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