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Aktuell Deutschland

Gedenken an den Berliner Mauerbau vor 53 Jahren

Sie stand für die Teilung von Ost und West: Vor 53 Jahren wurde die Berliner Mauer gebaut. In knapp drei Jahrzehnten wurden fast 140 Menschen an der Grenzbefestigung getötet. In Berlin wurde der Opfer gedacht.

Am Mahnmal der zentralen Mauer-Gedenkstätte in Berlin legte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD, Artikelbild, 3. v. r.) einen Kranz nieder. Politiker verschiedener Parteien mahnten, Freiheit und Demokratie immer wieder neu zu verteidigen. An dem Gedenken nahmen rund 100 geladene Gäste teil, darunter der Chef der Stasi-Unterlagenbehörde Roland Jahn und seine Vorgängerin Marianne Birthler, sowie der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland (SPD). Auch in anderen Städten wurde an den Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 erinnert.

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"Eingemauert!" Die innerdeutsche Grenze

Am 13. August 1961 hatte die SED-Führung der DDR unter Walter Ulbricht mit dem Bau der Mauer begonnen. Das rund 155 Kilometer lange Bollwerk zerschnitt Berlin mehr als 28 Jahre. Die Teilung endete erst mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989. Wowereit sagte, die Erinnerung an den Mauerbau und die Opfer sei eine Zukunftsaufgabe. Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Jahn forderte in der "Schwäbischen Zeitung", jungen Menschen in der Schule verstärkt die Teilungsgeschichte zu vermitteln. Es sei Vermächtnis und Aufgabe, sich für Menschenrechte einzusetzen, teilten die Spitzen der Grünen-Bundestagsfraktion, Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter, mit.

Schwarz-Weiß-Archivbild der Berliner Mauer am Potsdamer Platz (Foto: picture-alliance/Dieter Klar)

Mahr als 28 Jahre lang zerschnitt die Berliner Mauer die Stadt

Knapp 140 Maueropfer

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen wurden an der Berliner Mauer mindestens 138 Menschen durch das DDR-Grenzregime getötet. Die Zahl der Opfer an der gesamten innerdeutschen Grenze steht noch nicht fest. Der Forschungsverbund SED-Staat an der Freien Universität Berlin untersucht bis Ende 2015 Verdachtsfälle. Die Grenze, die Deutschland teilte, war knapp 1400 Kilometer lang.

Wowereit und Innensenator Frank Henkel (CDU) sowie der Präsident des Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, und Verlegerin Friede Springer legten am Peter-Fechter-Mahnmal in der Zimmerstraße unweit vom "Checkpoint Charlie" Kränze nieder. Der 18-jährige Fechter wurde 1962 von DDR-Grenzsoldaten niedergeschossen. West-Polizisten mussten hilflos zusehen, wie der junge Mann im Todesstreifen verblutete. Nach einer aktuellen Meinungsumfrage weiß jeder zweite Deutsche nicht, dass der Mauerbau am 13. August 1961 begann.

cr/qu (dpa, epd)

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