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Welt

Gedenken an Beginn des Holocaust

Vor 70 Jahren erreichte die grausame Judenverfolgung in Deutschland eine neue Stufe der Eskalation: In einer Villa am Berliner Wannsee beschlossen 15 hochrangige Funktionäre und Beamte des Nazi-Regimes den Völkermord.

Haus der Wannsee-Konferenz (Foto: v. Kampe, GHWK)

Haus der Wannsee-Konferenz

Bundespräsident Christian Wulff wird mit einer Ansprache in der Villa, die heute eine Gedenkstätte ist, an die so genannte Wannsee-Konferenz vom 20. Januar 1942 erinnern. Begleitet wird Wulff von dem israelischen Minister Yossi Peled. Gleichzeitig kommen Historiker zu einer internationalen Tagung über neue Erkenntnisse zum Verlauf und den Folgen der Wannsee-Konferenz zusammen.

Systematischer Völkermord

Bereits mit Kriegsbeginn 1939 hatten die Nationalsozialisten damit begonnen, Juden massenhaft zu töten. Einsatzgruppen der SS mordeten hinter den Frontlinien der Wehrmacht im Osten. Die Wannseekonferenz gilt als Zäsur in der Geschichte des Holocaust. Nach dem Treffen begann der systematische Völkermord. Zum Symbol für die quasi industriell organisierte Ermordung der Juden wurde das Vernichtungslager Auschwitz - Birkenau im deutsch besetzten Polen.

Von der zweistündigen Konferenz existiert ein von Adolf Eichmann, dem damaligen "Judenreferenten" in der Reichszentrale der Polizei, verfasstes 15-seitiges Protokoll. Obwohl sich das Paper einer verschleiernden Sprache bedient, wird das Ziel der Nazis deutlich: die sogenannte Endlösung der Judenfrage, die Vernichtung aller in Europa lebenden Juden. Im deutschen Machtbereich im 2. Weltkrieg werden rund sechs Millionen Juden Opfer des Holocaust.

wl/sc (dpa,epd)

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