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Fokus Europa

GB/Schottland: die umstrittene Atomflotte

Das britische Atomwaffenarsenal in Schottland bestimmt immer mehr die Diskussion im Wahlkampf auf der Insel. Die U-Boote, auf denen die britischen Nuklearsprengköpfe lagern, sollten ersetzt werden, findet die Regierung in London. Die meisten Schotten hingegen wollen, dass die Basis ganz stillgelegt wird.

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Vor allem die schottische Nationalpartei, auf die die Labour-Partei nach der Wahl möglicherweise als Bündnispartner angewiesen sein könnte, macht Front gegen die Atomflotte. Schottland ist seit Jahrzehnten die Heimstatt der britischen Atomwaffen. Großbritanniens gesamtes Kernwaffenarsenal befindet sich gegenwärtig auf den schottischen Marinestützpunkten der Royal Navy in Coulport und Faslane-on-Clyde bei Glasgow. Auf jedem der vier Atom-U-Boote lagern bis zu 16 atomare Trident-Langstreckenraketen mit insgesamt rund 225 Sprengköpfen. Ein einziger von ihnen hat die achtfache Zerstörungskraft der Hiroshima-Bombe. Alarmiert von Schlampereien bei der Wartung, Lecks und kleineren Unfällen, bilden sich vor den Toren der nuklearen Waffenschmiede Aldermaston immer wieder Dauercamps von Atomwaffengegnern.