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Aktuell Europa

Gauck lobt lettische Sparmaßnahmen

Bei einem Staatsbesuch in Lettland hat Bundespräsident Joachim Gauck zu mehr Reformbereitschaft in Europa aufgerufen. Dabei lobte er die Sparmaßnahmen, mit denen sich das Land fit für den Euro gemacht habe.

Den geplanten Beitritt Lettlands zum Euro bezeichnete Gauck als "Zeichen der Hoffnung" für ganz Europa. "Wir sind davon überzeugt, dass aus dem Osten Europas ein neuer Hoffnungsimpuls kommen muss und kommen kann", meinte Gauck in Riga. Je weiter westlich man komme, desto sorgenvoller blickten die Menschen auf das Projekt Europa.

Nach einem Treffen mit dem lettischen Präsidenten Andris Berzins hob Gauck ausdrücklich die einschneidenden Sparmaßnahmen hervor, mit denen Lettland sich für den Euro fit gemacht habe. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass der deutsche öffentliche Dienst die Einschränkungen hätte ertragen können, die hier die Mitarbeiter erduldet haben", sagte er.

Zuvor war Gauck im Zentrum Rigas mit militärischen Ehren begrüßt worden. Zahlreiche deutsche Touristen jubelten dem Bundespräsidenten und seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt zu. Auf dem Programm stand auch ein Besuch des Okkupationsmuseums, in dem das Schicksal Lettlands unter sowjetischer und nationalsozialistischer Besatzung dokumentiert wird.

Lettland tritt voraussichtlich Anfang nächsten Jahres der Eurozone als 18. Mitglied bei.

Bundespräsident Gauck wird auf der Reise von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Nach Lettland wird er auch Estland und Litauen besuchen.

Autor: Hajo Felten
Redaktion: Marko Langer