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Philadelphia erste US-Station Gaucks

6. Oktober 2015

Der Höhepunkt wird erst am Mittwoch erwartet: das Treffen mit Barack Obama. Doch schon der Auftakt der USA-Reise von Bundespräsident Gauck hielt für den Besucher besondere Momente bereit.

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Gauck in den USA
Bild: picture-alliance/dpa

Mit einem Besuch der Stadt Philadelphia hat Bundespräsident Joachim Gauck seine dreitägige USA-Reise begonnen. Gauck würdigte die Metropole an der amerikanischen Ostküste als Wiege der Demokratie, in der 1776 die Unabhängigkeitserklärung und 1787 die Verfassung der Vereinigten Staaten entstanden. Nach der Besichtigung der Freiheitsglocke und der Unabhängigkeitshalle sagte der Bundespräsident, dies seien "heilige Stätten der Demokratie".

Glücklicher Zeitpunkt

25 Jahre nach der Wiedervereinigung komme sein Besuch in den USA zu einem glücklichen Zeitpunkt, betonte Gauck. "Nach langen, langen Jahren" könne wieder ein Bundespräsident den US-Präsidenten besuchen. Am Mittwoch wird Gauck von Barack Obama im Weißen Haus empfangen - 18 Jahre nach dem letzten Treffen dieser Art. Thema des Gesprächs werde der Dank für die Wiedervereinigung sein, aber auch die Herausforderungen für die Demokratie. Dazu gehöre die Frage: "Wie ist die Freiheit in der Freiheit zu sichern?"

Nach Kanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist Gauck der dritte hohe Besuch aus Berlin in den USA binnen weniger Wochen. Trotz des Skandals um die Abhörpraxis des US-Geheimdienstes NSA und des Streits über das geplante transatlantische Handelsabkommen TTIP wird dies auch als Zeichen der wieder entspannteren bilateralen Beziehungen gewertet.

Mauer im Gepäck

An der Universität von Pennsylvania hält Gauck am Dienstag eine Rede über das deutsch-amerikanische Verhältnis. Danach fliegt er nach Washington weiter. Nach dem Gespräch mit Obama am Mittwoch trifft er auch mit US-Vizepräsident Joe Biden und Außenminister John Kerry zusammen. Dabei will Gauck, der von seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt begleitet wird, ein Stück der Berliner Mauer übergeben, zugleich Erinnerung an die historischen Ereignisse vor 25 Jahren.

ml/stu (dpa,rtr)