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Kultur

Gary Moore ist tot

Er galt als einer der besten Gitarristen seiner Zeit - jetzt ist der letzte Akkord verklungen. Gary Moore wurde tot in einem Hotelzimmer gefunden.

Gary Moore 2004 (Foto: AP)

Gary Moore (1952 - 2011)

Der als Mitglied der irischen Rockgruppe Thin Lizzy bekanntgewordene Rock- und Blues-Gitarrist Gary Moore wurde nur 58 Jahre alt. Die Umstände seines Todes sind noch unklar. Wie das Bandmanagement bestätigte, wurde Moores Leiche im Zimmer eines Luxushotels an der spanischen Costa del Sol entdeckt. Dort habe der Musiker Urlaub gemacht.

Ein "totaler Schock"

Gary Moore sei jedoch nicht wie viele seiner Kollegen ein Opfer des Rock'n-Roller-Lebens mit viel Alkohol und Drogen geworden, hieß es aus seinem Umfeld. "Er war ein gesunder Kerl", meinte sein Kollege Eric Bell. Auch Moores langjähriger Mitstreiter Brian Downey reagierte geschockt. "Ich kann noch nicht glauben, dass er nicht mehr da ist", sagte Downey. Moores Nachfolger als Thin-Lizzy-Gitarrist, Scott Gorham, erklärte: "Es war eine Ehre, mit ihm auf der Bühne gestanden zu haben."

Gary Moore 2001 (Foto: AP)

Voller Einsatz: Moore 2001 beim Montreux Jazz Festival

Der 1952 im nordirischen Belfast geborene Moore begann bereits mit acht Jahren, Gitarre zu spielen. Schon 1969 verdiente er sein erstes Geld als Musiker zusammen mit Thin-Lizzy-Frontmann Phil Lynott. Neben Thin Lizzy ("The Boys are Back in Town", "Whiskey in the Jar") arbeitete Moore unter anderen mit Ex-Beatle George Harrison, den Beach Boys und Ozzy Osbourne zusammen.

Zuletzt war Moore als Sänger und Solo-Gitarrist erfolgreich und mehrmals auch auf Deutschland-Tournee. Während seiner Solokarriere wechselte der frühere Hardrock- und Heavy-Metal-Gitarrist mehrmals die Stilrichtung. Zunächst kehrte er zu seinen Blues-Wurzeln zurück, ehe er Ende der 1990er Jahre viele Drum n'Bass-Rhythmen spielte.

Autor: Christian Walz (dpa, afp, dapd)
Redaktion: Gerhard M Friese