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Deutschlehrer-Info

Games bieten mehr als bloßes Zocken

Köln war zum dritten Mal Gastgeberin der „Next Level Conference“. Dort erfuhren die Besucher wieder Neues über die „Kunst und Kultur der digitalen Spiele“. Fazit der zwei Tage: Games sind pädagogisch wertvoll!

Zwei Computerspielfiguren in einem Ausstellungsraum mit Gemälden an den Wänden

Next Level Conference

Auch 2012 widmete sich die Next Level Conference wieder dem kreativen Umgang mit Computerspielen. Vom 15. bis 16. November konnten Kulturverantwortliche, Akteure aus der Spiele-Branche, aber auch Journalisten, Eltern und begeisterte Gamer auf dem Gelände der Kölner Herz-Jesu-Kirche verschiedenen Panels und Workshops folgen. Diskutiert wurde über viele Fragen wie etwa: Worin liegt der besondere Reiz bestimmter Spiele? Warum sind sie ein Werkzeug kultureller Selbsterfahrung? Welches pädagogische Potenzial bieten eigentlich „Mobile Games“?

Daniel Seitz, Medienpädagoge und Gründer der Agentur „Mediale Pfade“, betont in diesem Zusammenhang, dass Jugendliche nicht nur vom Spielen sogenannter Serious Games stark profitieren, sondern insbesondere auch dann, wenn sie bereits in den Entstehungsprozess dieser Spiele eingebunden werden. „Durch die gemeinsame Spiele-Entwicklung steigern die Jugendlichen ihr Software-Know-How und sammeln Programmiererfahrung. Darüber hinaus lernen sie auch, im Team zu arbeiten“, erläutert Seitz.

Als Beispiel für mobiles Lernen präsentierte er auf der Messe eine App, die von den Besuchern direkt vor Ort ausprobiert werden konnte. Dabei muss jeder Spieler – mit einem Tablet-PC ausgestattet – verschiedene QR-Codes finden und einscannen. Durch das Scannen der zweidimensionalen Codes öffnet sich in dieser App ein neues Bildschirmfenster und verschiedene Fragen erscheinen. Für alle richtig beantworteten Fragen gibt es Punkte.

Digitale Lernspiele für unterwegs erfreuen sich auch schon bei einer sehr jungen Zielgruppe großer Beliebtheit. Verena Kratzer, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Köln, stellte auf der Next Level Conference einige Ergebnisse des Forschungsprojekts „Kids Mobile Gaming“ vor. Untersucht wurde die Nutzung und Bedeutung von digitalen Spielen auf mobilen Endgeräten bei Kindern zwischen 6 und 13 Jahren. Kratzer machte darauf aufmerksam, dass 92 Prozent aller Sechs- bis Dreizehnjährigen digital spielen und 70% aller spielenden Kinder sogar eine eigene Spielkonsole besitzen. Als Gründe für die Freude am digitalen Spiel gaben die meisten Kinder an: „Spaß“, „Lust es auszuprobieren“, oder einfach „aus Interesse“.

Veranstalter der Next Level Conference ist das nordrhein-westfälische Kultursekretariat zusammen mit dem Jugendministerium NRW und weiteren Partnern und Sponsoren. Der Direktor des Kultursekretariats, Dr. Christian Esch, wies zusammenfassend darauf hin, dass es sich bei Serious Games um viel mehr als bloßes „Zocken“ handle. Denn egal, ob man nun durch eine Fantasiewelt läuft und Ungeheuer vernichtet oder in Form eines kleinen Gespenstes von Dach zu Dach hüpfen muss, um das Universum zu retten: Schnell wird klar, dass man bereits nach kurzer Zeit eigene Taktiken und Strategien entwickelt, um die jeweilige Aufgabe erfolgreich zu meistern.

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