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Afrika

Gambias langjährige Opposition gewinnt Parlamentswahlen

Die UDP hat mit 31 von 53 zur Wahl stehenden Sitzen die absolute Mehrheit im Parlament erreicht. Sie löst damit die APRC von Ex-Präsident Yahya Jammeh als stärkste Kraft ab. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 42 Prozent.

Die United Democratic Party (UDP) hat die Parlamentswahl in Gambia gewonnen. Die UDP wurde von Ousainou Darboe (Artikelbild) gegründet, einem langjährigen Vertrauten von Präsident Adama Barrow. Fünf Sitze gingen an die neue Partei Gambia Democratic Progress (GDC), wie die Wahlkommission in Banjul mitteilte. Die von der Jugendbewegung geprägte Partei blieb damit hinter den Erwartungen zurück. Weitere elf Sitze entfielen auf kleinere Parteien einer Koalition, ein Sitz ging an einen unabhängigen Kandidaten. Yahya Jammehs APRC fuhr mit fünf statt bisher 43 Sitzen drastische Verluste ein.

Präsident Adama Barrow darf weitere fünf Abgeordnete benennen. Er selbst war Schatzmeister der UDP, bis er zurücktrat, um bei der Präsidentschaftswahl im Dezember 2016 als unabhängiger Kandidat gegen den langjährigen Diktator Jammeh anzutreten. Der hatte seine Niederlage zunächst anerkannt, weigerte sich dann aber doch, die Macht abzugeben. Erst der Einsatz einer westafrikanischen Militärmission zwang Jammeh im Januar in die Flucht.

Beobachter führen die geringe Wahlbeteiligung in dem kleinen Land auf den Zusammenbruch des Oppositionsbündnisses zurück, das Barrow bei der Wahl im Dezember zum Sieg verhalf und damit das Ende von 22 Jahren Diktatur besiegelte. Der Wechsel im Parlament werde es Barrow erleichtern, den Wandel zur Demokratie in dem 2-Millionen-Einwohner-Land voranzutreiben und versprochene Reformen einzuleiten, hoffen Beobachter.

ps/jj (afp, dpa, epd)

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