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Fußball

Galatasaray eine Nummer zu groß für Schalke

Schalke 04 ist nach einer Niederlage gegen Galatasaray Istanbul im Achtelfinale der Champions League ausgeschieden. Ausgerechnet ein ehemaliger Schalker leitete das Aus für den Bundesligisten ein.

Es war ein großer Kampf bis zum Schluss, Schalke 04 musste sich am Ende aber mit 2:3 (1:2) gegen Galatasaray Istanbul geschlagen geben. Istanbul steht damit zum ersten Mal im Viertelfinale der Champions League. "Wir waren in beiden Spielen klar die bessere Mannschaft. Wenn man sieht, wie wir in der zweiten Halbzeit Gas gegeben und uns Chancen erspielt haben, dann muss man sagen: Wir sind unnötig ausgeschieden", sagte Schalkes Torhüter Timo Hildeband. "Wir sind alle sehr enttäuscht." Ohne den verletzten Stürmer Klaas-Jan Huntelaar und mit nur einem nominellen Stürmer, Teemu Pukki, ging der FC Schalke in die Partie – beflügelt von dem Derbysieg über den Erzrivalen Borussia Dortmund. Nach dem 1:1 im Hinspiel in Istanbul hätte sogar ein 0:0-Unentschieden gereicht, doch dieses Risiko wollte Schalke-Trainer Jens Keller trotz Heimvorteils nicht eingehen.

18.000 Türken leben in Gelsenkirchen, in das ausverkaufte Stadion kamen dann auch weit mehr türkische Anhänger als in den Gästeblock passten. Einige total Verrückte hatten tatsächlich versucht, am Vorabend einen Tunnel in das Stadion zu graben, bestätigte Schalkes Sportvorstand Horst Heldt vor dem Anpfiff. Istanbul machte direkt kräftig Druck, hätte in der 5. Minute einen Elfmeter zugesprochen bekommen können und kam wenig später durch Superstar Didier Drogba zur ersten Torchance des Spiels. Es dauerte eine gute Viertelstunde, bis Schalke in die Partie fand.

Schalkes Roman Neustädter feiert seinen Treffe zum 1:0 geen Istanbul. (Foto: Friso Gentsch/dpa)

Auch der Treffer von Roman Neustädter (2.v.r.) hielt den FC Schalke 04 nicht im Wettbewerb.

Bis dahin hatte Schalke-Torwart Hildebrand alle Hände voll zu tun. Doch dann bebte die Arena auf Schalke: Nach einem Eckstoß nutzte Roman Neustädter die Unstimmigkeiten in der gegnerischen Abwehr und staubte zum 1:0 ab (17. Minute).

Doppelpack der Türken

Doch der Jubel währte nur kurz: Istanbul schlug per Doppelpack zu und drehte das Spiel in nur fünf Minuten: Ausgerechnet der Ex-Schalker Hamit Altintop traf mit einem unhaltbaren Fernschuss zum 1:1-Ausgleich (37.), kurz danach legte Burak Yilmaz zum 2:1 für Istanbul nach (42.). Der Schalker Traum vom Viertelfinale schien damit schon vor der Halbzeitpause zu platzen, denn nun brauchte der Tabellen-Vierte der Bundesliga weitere zwei Tore für das Weiterkommen.

Auch nach dem Seitenwechsel brauchte Schalke eine Weile, um sich wieder ins Spiel zu kämpfen, bot seinen Fans danach aber eine famose Partie: Pukki kam in der 56. Minute zu der besten Chance aus dem Spiel heraus, scheiterte aber an Torwart Fernando Muslera. Mit diesem rasselte der Schalker Stürmer dann in der 63. Minute zusammen, als er einen wuchtigen Lattentreffer von Marco Höger verwerten wollte. Der Schiedsrichter ließ weiterlaufen und Michel Bastos verwandelte zum viel umjubelten 2:2. Es folgte eine Drangphase der Königsblauen, die wieder an das Weiterkommen glaubten und auf den entscheidenden Treffer drängten. Der gelang aber in der aufregenden Schlussphase nicht mehr. Stattdessen schoss Umut Bulut in der Nachspielzeit das 3:2. Schalke zeigte dennoch eine couragierte Leistung und schied mit hoch erhobenen Kopf aus der Champions Leauge aus.

Barcelona schafft die Überraschung

Am Mittwoch (13.03.2013) tritt auch der dritte Bundesligist zu seinem Achtelfinal-Rückspiel an: Der FC Bayern München empfängt den FC Arsenal und hat nach dem 3:1-Erfolg im Hinspiel beste Chancen auf das Viertelfinale.

Eine Aufholjagd erster Klasse bot der FC Barcelona: Nach der 0:2-Niederlage im Auswärtsspiel in Mailand besiegte die Mannschaft um den Welt-Fußballer und Doppel-Torschützen Lionel Messi den AC Mailand mit 4:0 (2:0) und zog damit in das Viertelfinale ein. Barça ist damit das erste Team, das in seinem Champions-League-Heimspiel einen 0:2-Rückstand aus dem Hinspiel noch drehen konnte.

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